Ab 2018 Fahrverbote für viele Dieselfahrzeuge

Die Diesel-Technologie steht aktuell im Rampenlicht öffentlicher und politischer Debatten. Im Kampf gegen die angeblich gesundheitsschädliche Luftverschmutzung in Stuttgart gelten von 2018 an Fahrverbote für viele Dieselautos. „Fahrzeuge ohne Euro-6-Norm dürfen dann bei Feinstaubalarm nicht mehr fahren. Das ist gedankenlos und entbehrt jeder Wirtschaftskompetenz“, sagt AfD-Fraktionsvize, Emil Sänze.

Von Möchtegern-Landesvater ist nicht viel Wirtschaftskompetenz zu erwarten

„In unheilvoller Allianz mit dem Stuttgarter Bürgermeister Kuhn verkündet Herr Kretschmann hier kurzerhand ein Fahrverbot, ohne die schwerwiegenden Folgen für die Industrie, den Automobilhandel und den Bürger zu bedenken. Von diesem Möchtegern-Landesvater ist nicht viel Wirtschaftskompetenz zu erwarten“, so Sänze weiter. Ministerpräsident Kretschmann nimmt billigend in Kauf, dass die Restwerte von tausenden Fahrzeugen bis zu 10 Prozent verlieren. Der durchschnittliche Anschaffungswert eines Dieselfahrzeuges beträgt ca. 25.000 Euro. Konservativ kalkuliert wird sich der Restwert aller Dieselfahrzeuge im Mittel um 4 % nach unten bewegen. Dies bedeutet für jeden Dieselfahrzeugbesitzer eine Abwertung seines Fahrzeugs von ca. 1.000 Euro, im Durchschnitt wohlbemerkt.

Die Zeche zahlt – im Zweifel der Kunde

Der Dieselanteil in Deutschland ist zwar gesunken, aber bewegt sich im Mittel bei 47% aller PKW-Fahrzeuge. Die meisten Fahrzeuge werden geleast oder gänzlich fremdfinanziert. Bei einer Rücknahmeverpflichtung von 500 Leasingfahrzeugen bedeutet dies für einen mittelgroßen Automobilhändler einen Schaden von 500.000 Euro. „So locker geht die Regierung Kretschmann mit dem Geld der Bürger, des Handels und der Industrie um. Es ist ja nicht ihr Geld und irgendjemand wird sich schon finden, der die Zeche zahlt – im Zweifel der Kunde und final wir alle, beim Untergang einer gesamten Industrie“, meint Sänze.