Pressemitteilung
Stuttgart, 17.09.2026
„Eine Umfrage über die Ursachen des PISA-Absturzes ist nur so aussagekräftig wie die Antwortmöglichkeiten, die den Bürgern angeboten werden.“ Mit diesen Worten kommentiert der bildungspolitische AfD-Fraktionssprecher Hans-Peter Hörner MdL die aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von dpa.
„56 Prozent nennen darin die personelle Ausstattung der Schulen, 53 Prozent das Freizeitverhalten der Kinder, 45 Prozent die Lehrpläne und 41 Prozent die frühkindliche Bildung. Die Befragten konnten lediglich aus dieser vorgegebenen Liste auswählen. Doch welche Ursachen insgesamt auf dieser Liste standen, wird nicht veröffentlicht. Damit lässt sich aus den Prozentzahlen keine seriöse Rangfolge der tatsächlichen Problemlagen ableiten. Besonders erklärungsbedürftig ist, ob mangelnde Deutschkenntnisse überhaupt als Antwortmöglichkeit vorgesehen waren. Wer über Lesekompetenz und schulische Basiskompetenzen redet, darf Sprachdefizite nicht ausblenden. Falls dieser Faktor nicht einmal abgefragt wurde, wäre das Ergebnis methodisch vorprogrammiert. Ich fordere hier vollständige Transparenz: YouGov und dpa sollten den kompletten Fragenkatalog veröffentlichen. Bildungspolitik braucht Tatsachen – keine Auswahl von Ursachen, deren Auswahlbedingungen verborgen bleiben.“

