Ausbildung im Handwerk hat mehr Zukunft als ein Bachelor

26.07.2017
Der Reutlinger Kammerpräsident Harald Herrmann erklärte jüngst, dass auch noch kurz vor Beginn des neuen Lehrjahres viele Ausbildungsstellen im Handwerk unbesetzt seien. „Dass sich die Negativentwicklung der letzten Jahre kaum […]

AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg

Der Reutlinger Kammerpräsident Harald Herrmann erklärte jüngst, dass auch noch kurz vor Beginn des neuen Lehrjahres viele Ausbildungsstellen im Handwerk unbesetzt seien. „Dass sich die Negativentwicklung der letzten Jahre kaum verbessert hat, ist bedauerlich“, erklärt der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Herre. „Vor allem die Politik der CDU vermittelt das Bild, dass man nur mit einem Studium ‚etwas werden kann‘. Das hat sich in den Köpfen der jungen Leute offensichtlich festgesetzt.“ Trotz der Nachwuchssorgen stehe das Handwerk in der Region gut da, so der Kammerpräsident. „Ich gratuliere der Branche, dass sie wirtschaftlich so gut aufgestellt ist. Nicht nur deshalb sind Handwerksbetriebe ein attraktiver Arbeitgeber“, resümiert Herre.

Viele Lehrstellen unbesetzt

Allein im Zollernalbkreis sind 1776 Lehrstellen unbesetzt. Rund 900 sind es seit längerer Zeit, dieses Jahr kamen 820 hinzu. Stefan Herre, der selbst auf eine handwerkliche Ausbildung zurückschauen kann, kennt die Vorurteile, die über Berufe fernab der Universität herrschen. „Es ist die Aufgabe der Regierenden, den Beruf des Handwerkers zu stärken und das – von wenig umsichtiger Politik – angeschlagene Image zu verbessern. Die Kammern und Betriebe werden im Stich gelassen.“ Mit großem Bedauern erinnert Stefan Herre auch an die Aussage des CDU-Generalsekretärs Peter Tauber. „Für Personen wie ihn ist offensichtlich nur ein Studium etwas ‚Ordentliches‘. Wie sollen da junge Leute die Bereitschaft aufbringen, sich für eine klassische Ausbildung in einer Branche zu begeistern, die körperlich viel fordert?“

Mehrheit will studieren

Herre denkt noch einen Schritt weiter: „Zudem ist ein Studium noch lang kein Garant dafür, dass man Karriere macht. Vor allem nicht, wenn der Arbeitsmarkt mit Bachelors überschwemmt wird. Wie es zurzeit der Fall ist.“ Fast 60 Prozent aller Schüler machen Abitur und wollen studieren, 30 000 Ausbildungsstellen in Deutschland sind hingegen offen. „Den Jugendlichen muss bewusst werden, dass ein Beruf im Handwerk viele Perspektiven bietet.“ Stefan Herre verweist hier auf die Möglichkeit, den Meistertitel zu erwerben. Er selbst hat zwei davon. „Das Handwerk bietet die Arbeitsplätze von morgen. Die Lehrlinge von heute werden die dringend benötigten Fachkräfte von sein.“

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