Pressemitteilung
Stuttgart, 09.09.2026
„Wissenschaft hat Wahlergebnisse zu bewerten, nicht moralisch zu benoten.“ Mit diesen Worten reagiert der wissenschaftspolitische AfD-Fraktionssprecher Dr. Bernhard Pepperl MdL auf die Aussage des Soziologen Alexander Yendell im SWR.
„Hier wird nicht mehr erklärt, sondern etikettiert. Yendell räumt selbst ein, dass nicht alle AfD-Wähler ‚rechtsextrem‘ eingestellt seien. Also erklärt er kurzerhand den Wahlakt zum rechtsextremen Verhalten. Das funktioniert aber nur aufgrund einer notorischen Begriffsschwammigkeit: Was heißt hier überhaupt ‚rechtsextrem‘? Der Begriff changiert zwischen verfassungsfeindlichen Einstellungen, politischen Positionen rechts der Mitte, Parteizugehörigkeit und nun sogar individuellem Wahlverhalten. Je weiter sein Bedeutungsfeld ausgedehnt wird, desto leichter lässt sich das gewünschte Ergebnis produzieren. So entsteht ein Zirkelschluss: Die Partei gilt als rechtsextrem, deshalb verhält sich rechtsextrem, wer sie wählt – und dessen Wahl beweist wiederum die Gefahr des Rechtsextremismus. Diese Einschätzung resultiert nur daraus, dass die anderen Parteien aktuell weit nach links gedriftet und manche davon inzwischen linksextrem sind. Wissenschaft sollte solche Kategorien präzisieren und empirisch prüfen, statt mit ihrer Unschärfe Millionen Wähler politisch zu etikettieren.“


