„Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und das Kultusministerium streiten über den Lehrermangel – zwei Blinde reden von der Farbe.“ Mit diesen Worten kommentiert der bildungspolitische AfD-Fraktionssprecher Dr. Rainer Balzer MdL die GEW-Studie zum Lehrermangel in der Zukunft. „Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend. Wenn bis 2035 16.000 Lehrerstellen fehlen, dann lässt mich das als Bildungspolitiker natürlich nicht kalt. Bereits am Mittwoch berichtete ja der Verband Bildung und Erziehung (VBE) von Mangellagen bei der Unterrichtsversorgung so früh im Schuljahr.“
Allerdings zieht der VBE die richtigen Schlüsse: Es muss sich nun auf das Wesentliche konzentriert werden, befindet Balzer. „Bildungspolitische Schönerwohnen-Projekte, wie Inklusion und Ganztagsschule, können bei der aufziehenden Krise nicht mehr berücksichtigt werden. Sowohl GEW als auch Kultusministerium muss man ankreiden, noch nicht den Ernst der Lage erkannt zu haben. Es liegt auf der Hand, dass diese Projekte das ohnehin bereits virulente Problem des Lehrermangels weiter anheizen. In dieser Lage immer noch nicht davon abzulassen, zeugt von der Weltfremdheit beider Parteien.“

