Pressemitteilung
Stuttgart, 30.07.2026
„Es ist keine vier Wochen her, da wurden für Baden-Württemberg 790 sogenannte Hitzetote gemeldet – nun sollen es bereits 1.870 sein. Gerade dieser sprunghafte Anstieg zeigt, wie dringend zwischen naturwissenschaftlicher Messung und statistischer Modellierung unterschieden werden muss.“ Mit diesen Worten kommentiert der wissenschaftspolitische AfD-Fraktionssprecher Dr. Bernhard Pepperl MdL die aktuellen Meldungen.
„Diese Menschen wurden nicht als 1.870 eindeutig diagnostizierte Hitzetote gezählt. Das RKI schätzt vielmehr anhand von Sterbefallzahlen und Temperaturdaten, wie viele Todesfälle ohne Hitze vermutlich nicht eingetreten wären. Auf den Totenscheinen ist Hitze meist überhaupt nicht als Todesursache vermerkt; regelmäßig wirken hohes Alter, Herz-Kreislauf-, Lungen- oder Nierenerkrankungen zusammen. Das macht das Modell nicht wertlos, aber seine Ergebnisse sind Schätzwerte und keine naturwissenschaftlich einzeln nachgewiesenen Kausalitäten. Wer Wissenschaft ernst nimmt, nennt Unsicherheiten, Annahmen und statistische Bandbreiten, statt einen Modellwert als exakte Totenzahl zu präsentieren. Hitze ist für ältere und vorerkrankte Menschen zweifellos gefährlich. Die vernünftige Antwort lautet deshalb: gekühlte Krankenhäuser und Pflegeheime, Verschattung, Trinkwasser und gezielter Schutz gefährdeter Personen. Erst am 9. Juli hat unsere Fraktion genau darauf hingewiesen. Klimapolitischer Alarmismus schützt dagegen keinen einzigen Bewohner eines überhitzten Pflegezimmers. Wissenschaft beginnt mit Differenzierung – nicht mit der größtmöglichen Schlagzeile.“


