Der kulturpolitische AfD-Fraktionssprecher Dr. Rainer Balzer MdL hat die Theater Baden-Württembergs aufgefordert, sich klar gegen eine „rassismuskritische Bewertung“ ihrer Inszenierungen durch externe Beratungsagenturen zu positionieren. „Es ist ein Unding, dass das Berliner Ensemble die Beratungsagentur ‚The impact company‘ engagiert, um eine Aufführung von Carlo Goldonis Komödie ‚Der Diener zweier Herren‘ von 1746 rassismuskritisch zu bewerten. Danach soll entlang mehrerer Indikatoren wie Sprachen und Ausdrucksweisen der Figuren, Darstellung einzelner Charaktere und dem geographischen beziehungsweise historischen Kontext untersucht werden, ‚ob und inwieweit Unterdrückungssysteme reproduziert werden‘. Das ist derart moralistisch und masochistisch, dass mir die Worte fehlen.“
Es ist nicht nur geschichtsvergessen, sondern völlig absurd, Theaterstücke der Vergangenheit aus heutiger Sicht „rassismuskritisch“ zu beurteilen und sie eventuell zu verändern oder gar nicht mehr zu spielen, empört sich Balzer. „Jeder Mensch, der des kritischen Denkens mächtig ist, kann und wird sich seinen eigenen Reim auf das machen, was der Autor mit seinem Stück vor langer Zeit gemeint hat. Es ist eine Unverschämtheit, das Werk eines Künstlers einfach umzugestalten, so dass es dem entspricht, was woke Ideologen jetzt haben möchten. Im Grunde wird der heutige Theaterbesucher behandelt wie ein kleines Kind, das unbedingt die ‚richtigen‘ Lehren aus der Aufführung mit nach Hause nehmen soll. Das ist Gesinnungsdiktatur pur. Die AfD ist die mittlerweile einzige Partei, die sich für kulturelle Tradition und Meinungsfreiheit stark macht.“

