„Ob die FDP die Gesundheit unserer Bevölkerung auch im Blick hat, ist ab jetzt zu bezweifeln.“ Mit diesen Worten reagierte der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion Emil Sänze MdL auf den FDP-Antrag (Drs. 17/2772) zum Fracking. „Das FDP-Argument ist im Grunde: Wenn man schon US-Fracking-Gas kauft, dann kann man genauso gut im eigenen Land fracken. Es ist zweifellos eine Risikotechnologie, derer man sich allenfalls im äußersten Notfall bedienen sollte. Deshalb wurde kommerzielles Fracking 2016 in Deutschland verboten. Nun spricht sich die FDP-Landtagsfraktion mit ihrem Antrag dafür aus. Das ist komplett daneben.“
Das Drehbuch für ihre verzweifelten Maßnahmen haben die Altparteien selbst geschrieben – nicht die AfD, stellt Sänze klar. „Sie sind verantwortlich für unsere Energieabhängigkeit. Das Problem wird aber durch die fruchtlose Hypermoral dieser Regierung noch gesteigert: Sie hat uns schließlich in eine ausweglose Konfrontation und eine massive Energieknappheit geführt. Ich frage mich, was die FDP will: Man kann von seinem hochmoralischen Ross herunterkommen, mit Putin reden – anstatt russisches Öl und Gas auf Umwegen doch kaufen zu müssen. Oder man bereichert die Amerikaner, ruiniert mit Zufalls-Energieanlagen und Fracking die eigene Umwelt – und treibt doch die energieintensive Industrie aus dem Land. Ich glaube, die FDP hat sich entschieden. Sie ist eine typische Altpartei.“

