Der bildungspolitische AfD-Fraktionssprecher Dr. Rainer Balzer MdL unterstützt den Stuttgarter Ernst Klett Sprachen Verlag, der in seinen Unterrichtsmaterialien für Deutsch als Fremdsprache auf Gender-Sonderzeichen verzichtet. „Der Verlag hat völlig Recht mit seiner Aussage, dass die geschlechtergerechte Schreibung das Erlernen der geschriebenen deutschen Sprache keinesfalls zusätzlich erschweren darf. Unterstrich, Sternchen, Binnen-I oder Gender-Gap sind nicht laut lesbar. In gedruckten Texten gleicht das große ‚I‘ zudem oft einem kleinen ‚L‘. Außerdem erschweren – falsche – Partizipialkonstruktionen wie ‚Studierende‘ das Lernen der Grammatik. Und nicht zuletzt sind die Trennungsregeln unklar, wenn etwa ein Doppelpunkt am Ende einer Zeile steht und es dann mit ‚innen‘ weitergeht. All das zeigt, wie undurchdacht und zugleich arrogant Ideologen versuchen, den Sprachumbau in unserem Land politisch zu forcieren.“
Der Fraktionsvize verweist zum wiederholten Mal darauf, dass der Rat für deutsche Rechtschreibung, der das Amtliche Regelwerk für die deutsche Orthografie herausgibt, Genderzeichen wie Stern oder Unterstrich nicht empfiehlt. „Genau dieses Regelwerk gilt in all unseren Bildungseinrichtungen bei der Vermittlung der deutschen Sprache. Es war schon unerträglich, dass Bildungsministerin Theresa Schopper (Grüne) kürzlich den Schulen anheimstellen wollte, ob sie Genderzeichen wie das Sternchen in Aufsätzen und Prüfungen zulassen. Damit handelte sie eindeutig ideologisch und stellte den Bildungsplan mit dem Thema Geschlechtergerechtigkeit über die Vermittlung sprachlicher Kenntnisse und Kompetenzen. Wenn der Vorsitzende des Landesverbands der kommunalen Migrantenvertretungen Baden-Württemberg Dejan Perc jetzt behauptet, dass es vielen jüngeren Menschen mit Migrationsgeschichte wichtig sei, mitgenannt zu werden, und es für sie einen hohen Stellenwert habe, ‚dass Sprache diverser wird‘, schlägt er in dieselbe ideologische Kerbe. Wer in unserem Land leben will, muss aber unsere Sprache fehlerfrei beherrschen und nicht 64 Geschlechter kennen.“

