Pressemitteilung
Stuttgart, 06.07.2026
„Politische Agitation im Wissenschaftsgewand schadet dem Wissenschaftsstandort Mannheim“. Mit diesen Worten kritisiert der wissenschaftspolitische AfD-Fraktionssprecher Dr. Bernhard Pepperl MdL den Beitrag „Die Sprache der AfD“ von Deborah Kämper in der Jüdischen Allgemeinen.“Was hier als ‚linguistische Analyse‘ auftritt, ist in Wahrheit ein politischer Kampftext mit wissenschaftlichem Etikett. Statt methodischer Präzision und sprachwissenschaftlicher Differenzierung bekommt der Leser ein Sammelsurium aus Verdächtigungen, historischen Assoziationen und parteipolitischen Zuschreibungen. Die Autorin wirkt in Mannheim nicht nur am Institut für Deutsche Sprache, sondern zugleich als SPD-Stadträtin. Gerade deshalb wäre größte wissenschaftliche Zurückhaltung geboten gewesen. Wer aber politische Gegner mit dem Anschein akademischer Objektivität aburteilt, betreibt keine ergebnisoffene Forschung, sondern Agitation im Professorenton. Wissenschaft lebt von Offenheit, methodischer Strenge und sauberer Trennung zwischen Analyse und politischer Wertung. Wo diese Grenze verwischt wird, entsteht der Eindruck, dass Hochschulen und Forschungsinstitutionen zunehmend für parteipolitische Zwecke instrumentalisiert werden. Baden-Württemberg braucht Wissenschaftler, die Erkenntnis suchen, nicht Aktivisten mit Lehrstuhlanschluss. Der Wissenschaftsstandort Mannheim darf nicht zum Schauplatz politischer Feindbildproduktion im Namen der Forschung werden.“


