Emil Sänze MdL: Hat Michael Blume nichts zu tun, ist er überflüssig

26.10.2020
Fraktionsvize Emil Sänze hat den Antisemitismus-Beauftragten des Landes, Michael Blume, aufgefordert, seinen Generalverdacht „gegen rechte Burschenschaften“ zurückzunehmen. „Der Dachverband Deutsche Burschenschaft sei ‚rechtsextrem, rassistisch und antisemitisch‘, weswegen er vom Bundesverfassungsschutz […]

AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg

Fraktionsvize Emil Sänze hat den Antisemitismus-Beauftragten des Landes, Michael Blume, aufgefordert, seinen Generalverdacht „gegen rechte Burschenschaften“ zurückzunehmen. „Der Dachverband Deutsche Burschenschaft sei ‚rechtsextrem, rassistisch und antisemitisch‘, weswegen er vom Bundesverfassungsschutz beobachtet werden solle. Dem Bundesamt für Verfassungsschutz liegen derzeit dagegen keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür vor, dass die Deutsche Burschenschaft Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung verfolgt. Das Wort Burschenschaft findet sich auch im Verfassungsschutzbericht des Landes kein einziges Mal, derzeit wird Südwesten keine Burschenschaft beobachtet. Da frage ich mich, in welcher Parallelwelt Michael Blume lebt. Oder schlimmer, in welche Parallelwelt er die Bürger unseres Landes zwingen will. Ich muss ihn offenbar daran erinnern, dass die deutsche Demokratiebewegung 1848 ohne die deutschen Burschenschaften undenkbar ist.“

Der Fraktionsvize hält es für besonders perfide, von dem immer noch nicht vollständig untersuchten Einzelfall der Heidelberger Burschenschaft Normannia – die betroffene Studentengruppe ist bereits aufgelöst – auf alle Burschenschaftler zu schließen. „‚Wenn die Deutsche Burschenschaft in zwei Jahren immer noch kein Beobachtungsobjekt des Bundesverfassungsschutzes ist, wird es auch für mich in den betroffenen Städten schwierig zu erklären, wofür diese zentrale Sicherheitsbehörde eigentlich da ist‘, lässt sich Blume zitieren. Abgesehen vom falschen Plural ‚Städte‘ – offenbar ist es für ihn schwierig zu erklären, wofür er eigentlich da ist. Das ist auch kein Wunder, ergab eine Studie des Londoner Institute for Jewish Policy Research jetzt, dass die Zahl der Juden in ganz Europa seit dem Jahr 1970 um 60 Prozent abgenommen hat und auf deutschem Staatsgebiet gerade noch 118.000 leben. Wenn er aber nichts zu tun hat, braucht man ihn auch nicht. Ich gebe ihm mal einen Tipp: der Fischer Verlag hat sich nach 40 Jahren von der DDR-Dissidentin Monika Maron getrennt, weil sie nicht mehr zu den ‚Werten‘ des Verlags passe. Maron hat jüdische Verfahren und in ‚Pawels Briefe‘ ihrem jüdischen Großvater ein literarisches Denkmal gesetzt. Verlagsgründer Dieter von Holtzbrink dagegen, zu dessen Imperium Fischer inzwischen gehört, hatte als NSDAP-Mitglied mit der Deutschen Arbeitsfront sowie der Wehrmacht gute Geschäfte gemacht. Aber dazu schweigt Blume lieber. Diese Doppelmoral stinkt zum Himmel.“

Emil Sänze

Emil Sänze

Emil Sänze (geb. 1950) ist Mitglied im Ausschuss für Europa und Internationales sowie im Oberrheinrat. Zudem ist er im Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung. Sänze wurde erstmals 2016 in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt für den Wahlkreis 53 (Rottweil).

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Josef Walter

Pressesprecher

E-Mail: presse@afd.landtag-bw.de
Telefon: 0711 – 2063-5000

AfD-Fraktion Baden-Württemberg
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