Am heutigen 21. Februar 2019 erschienen im „Schwarzwälder Boten“ unter dem Titel „Jeder Dritte ist blank“ die Ergebnisse einer Ipsos-Umfrage, nach der 31 Prozent aller Privathaushalte in Deutschland keinerlei Ersparnisse haben. Unter 13 in der Umfrage berücksichtigten europäischen Ländern schneidet lediglich Rumänien (mit 37,2 Prozent) noch schlechter ab, während Großbritannien (mit 29,5 Prozent) an dritter Stelle stehe. Am 7. Februar 2019 meldete der „Pforzheimer Kurier“, 2018 seien 14,8 Prozent aller Pforzheimer über 18 Jahre überschuldet. In Baden-Württemberg seien es 8,3 Prozent, so Prof. Fuhrmann vom Verein Creditreform e.V. Bedenklich sei der Anstieg der Verschuldeten bei den über 50-Jährigen und am stärksten bei den Personen ab 70 Jahren. Es bietet sich das Bild eines Landes, das von den Reserven der Sparer lebt und in dem Altersarmut keine Ausnahme ist. Gleichzeitig erscheint am 23. Januar 2019 in der „Pforzheimer Zeitung“ ein Artikel („Gut vernetzt in Europa“) von Bettina Grachtrup, der von peinlichem Politiker-Selbstlob der Landesregierung in Sachen EU strotzt. Emil Sänze, Landtagsabgeordneter für den Kreis Rottweil, Mitglied des Europa-Ausschusses des Landtags und Medienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, kritisiert diese Haltung aufs Schärfste: „Das Märchen vom Schlaraffenland, dem reichen Deutschland, das alle füttert und mit Geschenken überschüttet, ist geplatzt und abgebrannt. Fast jede dritte Familie hält sich gerade noch so ohne Reserven über Wasser – das versteht heute selbst ein Drittklässler, besonders wenn er eine alleinerziehende Mutter hat. Wirtschaftswissenschaftler warnen bereits vor einem Stagnieren der Konjunktur, und dennoch werden Steuern eingetrieben und für ideologische Projekte ausgegeben wie noch nie. Derweil geht die monotone, dumme Propaganda unverdrossen weiter!“
Demokratieferne Selbstverliebtheit der politischen Klasse – Armut der Gesellschaft.
Emil Sänze MdL erläutert: „Da verkünden die baden-württembergischen Grünen, die geistigen Initiatoren der Stuttgarter Diesel-Fahrverbote, wer mehr als etwa 1150 Euro im Monat verdiene, könne sich ja durchaus ein Auto der aktuell noch erlaubten Emissionsklasse leisten. Und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker verkündet am 19. Februar 2019 unter dem Beifall der Landtagsmehrheit, ‚nationale Gesinnungstäter müssten bekämpft werden‘, so als sei ein Vaterland ein Verbrechen. Und will ‚für die Europawahl eine Wahlpflicht‘, sobald die Bürger den inzüchtigen undemokratischen EU-Betrieb nicht mit ihrer Stimme legitimieren wollen. Das hat sich 2014 gezeigt, als kaum mehr als die Hälfte der baden-württembergischen Wähler zur Urne ging.“
Juncker sucht einen Zahlmeister für das Brexit-Chaos
Natürlich ist die Wirtschaft Baden-Württembergs auf den Markt der EU angewiesen, unterstreicht der AfD-Landtagsabgeordnete schließlich. „Aber wir erleben eine beispiellose Schönfärberei der Verhältnisse. Politisch kettet sich unsere politische Klasse auf Gedeih und Verderb an Brüssel und glaubt, sie würde wegen ihrer schönen Augen von Herrn Juncker hofiert. Dabei ist es ganz einfach: Kretschmann kann sein Geltungsbedürfnis im Bund nicht befriedigen und sucht brachial die Euro-Inszenierung, während Juncker mit seinem undemokratischen Popanz einen Dummen sucht, der angesichts des Brexit die Zeche für diesen Hofstaat zahlt. Das sind ihre gemeinsamen Interessen, und da erklärt man der demokratischen Opposition AfD schon gerne einmal, dass sie bei dem von den Steuerzahlern bezahlten ‚Europawahlbus BW‘ dieser Landesregierung von Symposienveranstaltern und Gesellschaftsvordenkern unerwünscht ist. Genauso unerwünscht wie die hässliche Realität Armut.“


