Pressemitteilung
Stuttgart, 01.06.2026
„Die ‚Freischütz‘-Inszenierung von Volker Lösch zeigt einmal mehr, wie Teile des subventionierten Kulturbetriebs klassische Werke nur noch als Material für parteipolitische Agitation missbrauchen.“ Mit diesen Worten reagiert der kulturpolitische AfD-Fraktionssprecher Uwe von Wangenheim MdL auf die Bonner Inszenierung des einstigen Stuttgarter Hausregisseurs.
„Aus Carl Maria von Webers romantischer Oper wird ein plumpes AfD-Feindbildstück mit Alice Weidel als Samiel und der AfD als apokalyptische Bedrohung. Das hat mit Kunstfreiheit selbstverständlich zu tun – aber nichts mehr mit dem Bildungs- und Kulturauftrag öffentlich finanzierter Theater. Besonders bemerkenswert ist dabei die Person von Lösch, der von 2005 bis 2013 das Schauspiel Stuttgart mit seinem agitatorischen Politiktheater geprägt hatte. Sein erklärtes Ziel war stets die politische Intervention. Ob Stuttgart 21 und Kapitalismuskritik, später Pegida oder AfD – Lösch versteht Theater nicht als Ort der offenen Auseinandersetzung, sondern als Instrument gesellschaftlicher Umerziehung. Gerade deshalb muss sich der Steuerzahler fragen, warum er dauerhaft einen Kulturbetrieb finanzieren soll, der große Teile der Bevölkerung nur noch als moralisches Problem betrachtet. Wer Millionen AfD-Wähler regelmäßig als Bedrohung, Dämonen oder Vorstufe des Faschismus inszeniert, betreibt keine pluralistische Kulturarbeit mehr, sondern politische Lagerbildung auf Staatskosten. Kultur muss Debatten ermöglichen – nicht ideologische Feindbilder produzieren.“


