Der bildungspolitische AfD-Fraktionssprecher Dr. Rainer Balzer MdL unterstützt die Forderung des Virologen Klaus Stöhr nach einem Ende aller Corona-Maßnahmen an Schulen. „‚Sie sollten alle als geimpft oder genesen gelten und Masken in den Schulen und die Testpflicht für diese Gruppe verschwinden‘, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung und beklagte zugleich, dass mit den Massentests von Kindern ‚einfach nur sinnlos Geld verbrannt‘ werde. Damit liegt er exakt auf AfD-Kurs: Schule ohne Maske, ohne Impfung, ohne Tests, fordern wir seit Monaten. ‚Wir verhandeln aktuell abstrakte Risiken und keine konkreten Gefahren‘ beklagte erst gestern die Politologin Ulrike Guérot und hat damit Recht. Mittels immer kleinteiligerer Argumente kommen wir gar nicht mehr an einen Punkt, wo wir uns grundlegend fragen, wie sinnvoll all diese Maßnahmen sind. Stattdessen haben wir einen Punkt überschritten, an dem wir uns nicht mehr selbst reflektieren und revidieren können oder gar wollen.“
Balzer verweist darauf, dass auch die aktuelle Ausgabe des Hessische Ärzteblatts zu dem Schluß kommt: „Schulen sind keine Risikobereiche“. „Der Ex-Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts Prof. Dr. René Gottschalk zitiert Haushaltsstudien, wonach in den Familien die Kinder in den meisten Fällen von Erwachsenen infiziert werden, nicht umgekehrt, und erneuerte seine Forderung nach einer ‚Abkehr von dem Test-, Überwachungs- und Regelungswahn‘. Schon die bildungspolitischen, psychischen und sozialen Folgen für diese verlorene Schülergeneration sind verheerend. Hinzu kommt jetzt die medizinische Folge, dass Kinder ‚unter anderem als Folge der Corona-Maßnahmen inzwischen in erhöhtem Maße zu einer leichten Beute für Viren geworden [sind], die ihnen früher kaum etwas anhaben konnten‘, wie der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der Passauer Neuen Presse sagte. Daher appelliere ich nochmals an Schopper, Lucha & Co.: Schulen und Hochschulen müssen ohne jede Bedingung offen sein und bleiben.“

