Pressemitteilung
Stuttgart, 17.09.20225
„Was der Landesschülerbeirat in seinem jugendlichen Überschwang heute präsentierte, ist an einseitigem Autoritarismus nicht zu überbieten.“ Mit diesen Worten reagiert der bildungspolitische AfD-Fraktionssprecher Dr. Rainer Balzer MdL auf die beiden Texte des Gremiums von heute.
„Wer Handyregeln für Schüler und Lehrer fordert, will allseitigen Zwang. Wer verpflichtende KZ-Besuche fordert, aber keine Pflichtbesuche in Stasi-Gedenkstätten, zeigt bereits moralische Schlagseite. Und die Vehemenz, mit der auf ein Ende sozialer Ungleichheit in der Bildung gedrungen wurde, offenbart mindestens eine Wissenslücke: Ungleichheit ist nicht allein eine Frage materieller Ausstattung, sondern vor allem Ausdruck unterschiedlicher Wertorientierungen in den Familien. Manche Eltern fördern ihre Kinder mit klaren Erwartungen, kulturellem Kapital und Disziplin – andere setzen andere Schwerpunkte. Diese Unterschiede lassen sich durch staatliche Gleichmacherei nicht ausradieren, ohne massiv in die Freiheit der Menschen einzugreifen. Eingriffe bedeuten letztlich Zwang: Quoten, Regulierung, Nivellierung. Das aber untergräbt Eigenverantwortung, Leistungsgerechtigkeit und die Vielfalt der Bildungswege und verletzt das Recht auf freie Berufswahl. Der Staat hat die Aufgabe, gute Rahmenbedingungen zu schaffen – durch solide Grundbildung, durchlässige Wege zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung und finanzielle Entlastung bei echter Bedürftigkeit. Aber er darf nicht den Anspruch erheben, alle Lebensentwürfe über einen Kamm zu scheren.“


