Öffentlich-rechtliches Fernsehen erklärt Macron zum Präsidenten – „Das ZDF hat nichts aus seinen Fehlern gelernt“

25.04.2017
Dass schlechter Journalismus abfärben und die ganze Medienbranche noch unglaubwürdiger machen könnte, hat nun sogar die linke Tageszeitung „taz“ erkannt. Diese kritisiert das ZDF scharf: „Der öffentlich-rechtliche Journalismus ist wie ein Krebspatient, dem man ein Stück Lunge entfernt hat.“ Auslöser dieser Erkenntnis war die höchst populistische Berichterstattung am Abend der Frankreich-Wahl. „Nach einem denkbar knappen […]

AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg

Dass schlechter Journalismus abfärben und die ganze Medienbranche noch unglaubwürdiger machen könnte, hat nun sogar die linke Tageszeitung „taz“ erkannt. Diese kritisiert das ZDF scharf: „Der öffentlich-rechtliche Journalismus ist wie ein Krebspatient, dem man ein Stück Lunge entfernt hat.“ Auslöser dieser Erkenntnis war die höchst populistische Berichterstattung am Abend der Frankreich-Wahl. „Nach einem denkbar knappen Ergebnis erklärt der Moderator Claus Kleber den Mitte-Links-Politiker Macron zum Präsidenten“, erinnert der AfD-Fraktionsvize Emil Sänze und argumentiert weiter: „Das ist moralisch verwerflich und eine Schande für einen von öffentlichen Geldern bezahlten Journalisten. Das ZDF verkennt die Tatsachen. Es ignoriert, dass Macron an diesem Abend nicht zum Präsidenten gewählt wurde, sondern dafür noch eine Stichwahl gegen Le Pen nötig ist.“

Der sprachlose Bürger hat endlich eine Stimme

In den letzten Monaten lagen vor allem ARD und ZDF in ihren Prognosen daneben. Wäre es nach ihnen gegangen, wäre nun Clinton US-Präsidentin und England bliebe in der EU. „Es scheint, als hätte unser Staatsfernsehen nichts aus seinen Fehlern gelernt“, so Sänze weiter. „Ein bisschen Demut täte den angeblichen Profis gut, doch dass sie davon weit entfernt sind, zeigt der Sonntagabend auf erschreckende Art und Weise.“ Selbst die „taz“ gesteht ein, dass der bisher „sprachlose Bürger“ den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mittlerweile hinterfragt. Emil Sänze dazu: „Wieder einmal zeigt sich, dass die AfD wirkt. Denn wir sind es, die dem sprachlosen Bürger, von dem die ‚taz‘ spricht, eine Stimme gegeben haben.“ Es sei nicht hinnehmbar, wie das vom Volk bezahlte Fernsehen die Fakten verdreht, Realitäten ausblendet und dabei die Zeichen der Zeit bewusst ignoriert. „Gerade heutzutage sollte den Medien viel daran liegen, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen“, resümiert Sänze. „Wenn man einen Kandidaten zum Präsidenten erklärt, der nur knapp eine Vorwahl gewonnen hat, ist das der falsche Weg. Nicht nur angesichts dieser Entgleisung wird es allerhöchste Zeit, den Rundfunkstaatsvertrag neu zu verhandeln. So wie es die AfD schon länger fordert.“

http://www.taz.de/!5399561/

Emil Sänze

Emil Sänze

Emil Sänze (geb. 1950) ist Mitglied im Ausschuss für Europa und Internationales sowie im Oberrheinrat. Zudem ist er im Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung. Sänze wurde erstmals 2016 in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt für den Wahlkreis 53 (Rottweil).

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