Glaube was Du willst – solange Du systemkonform glaubst

12.06.2017
Die ARD wirbt wieder einmal für ihr Weltverbesserungsfernsehen. Getrau dem Motto: wir glauben, was wir sehen, bekommt wir nun gezeigt, was wir zu glauben haben. Thema: "ICH GLAUBE an Gleichberechtigung." Glauben ist so immer auch ein eigener schöpferischer Akt, das „Ich“ ist daran beteiligt. Das zeigt der Satz „Ich glaube“. Nieztsche hat das spöttisch überspitzt, […]

AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg

Die ARD wirbt wieder einmal für ihr Weltverbesserungsfernsehen. Getrau dem Motto: wir glauben, was wir sehen, bekommt wir nun gezeigt, was wir zu glauben haben.

Thema: "ICH GLAUBE an Gleichberechtigung."

Glauben ist so immer auch ein eigener schöpferischer Akt, das „Ich“ ist daran beteiligt. Das zeigt der Satz „Ich glaube“. Nieztsche hat das spöttisch überspitzt, in dem er sagte, der Mensch habe sich Gott nach seinem Bilde geschaffen.

Im Islam ist dieser subjektiver Akt des Glaubens nicht angelegt, denn das Individuum hat im Islam nicht die Stellung wie im Christentum oder unserer westlichen Gemeinschaft. Es geht hier nicht um das „Ich“ des Menschen. Das Glaubensbekenntnis im Islam beginnt nicht mit den Worten: „Ich glaube“. Es beginnt auch nicht mit den Worten: „Ich glaube an einen Gott.“ Dann könnte man sogar auf den Gedanken kommen, als ob das Christentum und der Islam eine gemeinsame Wurzel hätten.

Wer im Moment aufmerksam durch die Straßen fährt, kann Plakate sehen, auf der eine Frau mit islamischen Kopftuch bekleidet mit dem Satz „Ich glaube an die Gleichberechtigung“ dargestellt wird, eine Werbung für die ARD-Themenwoche.

Eine gewollte Provokation, die Aufmerksamkeit erregt. Das Kopftuch als Zeichen der Gleichberechtigung? Wem gegenüber? Gegenüber dem Mann? Vermutlich eher nicht. Gegenüber der einheimischen Bevölkerung wohl eher. Es werden auch andere Themen angesprochen in dieser Themenwoche der ARD, die „Vielfalt des Glaubens in Deutschland“, doch nur mit diesem Bild wird öffentlich auf Plakaten in der Stadt Werbung gemacht. Warum eigentlich? Und seit wann wird für TV-Sendungen auf Plakaten Werbung gemacht?

Es wird hier ein Platz vereinnahmt, der Platz der Innerlichkeit, der Platz des Glaubens. Dieser Platz wird jetzt nicht mehr dem Individuum überlassen. Subtil wird suggeriert: Auch dieser Platz gehört nicht mehr dir, auch er untersteht dem Absolutheitsanspruch unserer politisch korrekten Gesellschaft, die keine Unterscheidung duldet, keine Unterscheidung zwischen „einheimisch“ und „fremd“ Keine Unterscheidung zwischen „christlich“ und „nicht christlich“.

„Das Private ist politisch und das politische ist privat.“, war ein Schlagwort der Linken und so besetzt die ARD mit dieser Kampagne den Raum der subjektiven Innerlichkeit für ihre Politische Korrektheit und suggeriert: „Im Glauben ist alles ist erlaubt. Alles ist vorhanden, weil nichts real ist.- Glauben ist vielfältig und bunt.“

Es mag alles erlaubt sein, aber es ist nicht alles logisch. Und so sollten wir aufmerksam sein und nicht jedem Märchen über unsere schöne neue Welt, die uns die ARD mit unseren selbstfinanzierten GEZ-Zwangsgebühren suggerieren will, Glauben schenken.

Glauben mag ja jeder, was er will.

Ich glaube, es reicht jetzt.

Ihr Ansprechpartner:

Josef Walter

Pressesprecher

E-Mail: presse@afd.landtag-bw.de
Telefon: 0711 – 2063-5000

AfD-Fraktion Baden-Württemberg
Konrad-Adenauer-Str. 3
70173 Stuttgart

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