Die Bundeswehr: Weder Spielwiese für Profilneurosen noch politisch korrektes Vorzeigeobjekt

31.05.2017
Unter Verteidigungsminister Helmut Schmidt sowie Generalinspekteur Ulrich de Maizière, dem Vater des heutigen Innenministers, wurde 1972 das Ehrenmal des Deutschen Heeres in Koblenz eingeweiht. Hier sollte der gefallenen deutschen Soldaten […]

AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg

Unter Verteidigungsminister Helmut Schmidt sowie Generalinspekteur Ulrich de Maizière, dem Vater des heutigen Innenministers, wurde 1972 das Ehrenmal des Deutschen Heeres in Koblenz eingeweiht. Hier sollte der gefallenen deutschen Soldaten beider Weltkriege sowie der im Dienst umgekommener Soldaten der Bundeswehr gedacht werden. Ulrich de Maizière ist einer der geistigen Väter der „Inneren Führung“ und aufs engste mit den Leitgedanken des Staatsbürgers in Uniform verbunden. Die während seiner Amtszeit praktizierte Kontinuität deutscher Militärgeschichte stand dazu in keinem Widerspruch.

Die Bundeswehr ist ohne die vorangegangenen deutschen Armeen nicht denkbar. Man hat sich dort intensiv mit der Wehrmacht auseinandergesetzt, vieles geächtet, verworfen, anderes aber bewusst übernommen, wie beispielsweise die Auftragstaktik und Teile der Ausrüstung. Auch wurden viele der Vorschriften unserer heutigen Parlamentsarmee aus Wehrmachtsvorschriften weiterentwickelt. Die Traditionslinie mit der Wehrmacht ist also Faktum. Es ist deshalb nur folgerichtig, dass soldatische Leistungen einzelner Wehrmachtsangehöriger traditionsstiftend für die Bundeswehr waren und es auch weiterhin sein können.

Die Bundeswehr erlitt in den letzten 25 Jahren eine andauernde, politisch gewollte Marginalisierung. Das Letzte, was die politisch Verantwortlichen zu interessieren scheint, sind die Einsatzfähigkeit und der Gefechtswert der Truppe. Hierzu wären jedoch nicht nur hervorragende Ausrüstung und Ausbildung erforderlich, sondern auch eine militärische Tradition.

Die Bundeswehr ist heute eine Armee im Einsatz. Auch das ist politisch gewollt. Wie in jeder anderen Armee der Welt brauchen auch die Soldaten der Bundeswehr Beispiele herausragender Tapferkeit und militärischer Leistungen im Gefecht, die ihnen Orientierung und Mut bei der Erfüllung ihres Auftrages geben. Diesen Zweck erfüllt eine vernünftige militärische Traditionspflege.   Die an ihren Soldaten wenig, jedoch an ihrem Image in höchstem Maße interessierte Oberkommandierende will nun die Truppe einem politischen Säuberungsprozeß unterziehen. Die AfD verurteilt diesen unerhörten Vorgang auf das Schärfste.

Es bleibt zu hoffen, dass die Wähler unseres Landes, ob in Uniform oder nicht, das Handeln von Frau von der Leyen als das erkennen werden, was es tatsächlich ist:

Ein von Versagensangst getriebener blinder Aktionismus hin zur politischen Korrektheit um jeden Preis.

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Thomas Hartung

Pressesprecher

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Telefon: 0711 – 2063-5000

AfD-Fraktion Baden-Württemberg
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