AfD fordert Freiheit für Forschung und Lehre

28.01.2021
Bei der Gründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) war es erklärtes gesetzgeberisches Ziel, weitere Reformschritte hin zu einer vollständigen Autonomie des KIT folgen zu lassen und die Handlungsspielräume in […]

Bei der Gründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) war es erklärtes gesetzgeberisches Ziel, weitere Reformschritte hin zu einer vollständigen Autonomie des KIT folgen zu lassen und die Handlungsspielräume in wissenschaftlicher, finanztechnischer und personalrechtlicher Hinsicht zu vergrößern. Dabei wurde explizit auf den positiven Nebeneffekt hingewiesen, nämlich die hindernislose Öffnung für „externe Partner“, und diese als die perfekte Strategie dargestellt, um sich in den Himmel der Spitzenforschung zu erheben, kritisierte Dr. Rainer Balzer für die AfD-Fraktion.
 
Wir begrüßen die Pläne, die die Intention haben, die Bedeutung und die Handlungsspielräume der Hochschulen für angewandte Wissenschaft zu stärken, aber was hier besiegelt werden soll, ist der ökonomische Mehrwert der Wissenschaft, welcher zu ihrem Grundprinzip gemacht werden soll.
 
Wir wollen nicht, dass der Erkenntnisnutzen nur in der Gründung von Start-ups gemessen wird. Der gesellschaftliche Nutzen lässt sich nicht ausschließlich nach quantifizierbaren Rationalitätskriterien beurteilen. Der Wunsch nach mehr Freiheit ist nachvollziehbar, deshalb stellt Balzer die alte kantsche Frage: Die „Freiheit zu was“ und die „Freiheit von was oder von wem“ solle das KIT in der Praxis oder mit diesem Gesetz erhalten?
 
Wir wollen, dass sich Forschung und Lehre ungehindert und frei in dem Bemühen um Wahrheit entfalten können. Um das leisten zu können, sollten sie von den Verhältnissen und Interessen, über die sie aufklären sollen, unabhängig sein. Das ist der eigentliche Sinn der Hochschulautonomie.
 
Die Zusammenfassung der 137. Plenarsitzung können Sie hier als PDF herunterladen: Zusammenfassung_Plenarsitzung137.pdf
Ihr Ansprechpartner:

Dr. Thomas Hartung

Pressesprecher

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