Hans Jürgen Goßner MdL: Tübinger Masterstudiengang ist falsches Signal!

27.07.2021
Der religionspolitische AfD-Fraktionssprecher Hans Jürgen Goßner MdL hat der Universität Tübingen vorgeworfen, einen weiteren Schritt zur falschen Normalisierung des Islam in Deutschland zu gehen. „Mit der Einführung des Masterstudiengangs ‚Theologien […]

Der religionspolitische AfD-Fraktionssprecher Hans Jürgen Goßner MdL hat der Universität Tübingen vorgeworfen, einen weiteren Schritt zur falschen Normalisierung des Islam in Deutschland zu gehen. „Mit der Einführung des Masterstudiengangs ‚Theologien interreligiös – Interfaith Studies‘ ist der religiösen Gleichmacherei von Judentum, Christentum und Islam Tür und Tor geöffnet. Das aber ist keine, wie behauptet, theologische Agenda, sondern eine grünsozialistische, politische. Natürlich betrifft Wissenschafts- und Religionsfreiheit auch die Theologie als Disziplin. Doch der Islambeauftragte des Erzbistums Hamburg, Pater Richard Nennstiel, hat die katholische Kirche erst vor einem halben Jahr dazu gemahnt, ‚nicht naiv und blauäugig‘ im Dialog mit islamischen Verbänden in Deutschland zu sein. Von ‚politischem Islam‘ könne man sprechen, so Nennstiel, wenn es nicht nur darum gehe, den Glauben in die Gesellschaft einzubringen, sondern ‚wenn aus der spirituellen Religion des Islam eine Herrschaftsideologie wird, die andere unterdrücken will‘. Und den Verweis darauf vermisse ich in allen Texten der Tübinger Homepage zu diesem Angebot. Im Gegenteil zeugt die aktuelle Nichtverlängerung der Lehrbefugnis für liberale, nicht-sunnitische Lehramts-Dozenten durch die ‚Stiftung Sunnitischer Schulrat‘ in Baden-Württemberg von der Fundamentalisierung des Diskurses“.

In dieser Situation einen solchen Studiengang zu etablieren ist nicht nur unsensibel, sondern schädlich, weil realitätsfern, befindet Goßner. „Wer Christentum, Judentum und Islam in eins setzt, hat nichts, aber auch rein gar nichts von Theologie verstanden! Alle drei eint bestenfalls ihr Wesen als monotheistische Religion. Aber wenn immer wieder im Koran betont wird, dass es für den gläubigen Mohammedaner eine heilige Pflicht sei, den Zorn Gottes an den Ungläubigen zu vollstrecken (Suren 8:15–16), stimmt etwas grundsätzlich nicht. ‚Nehmet sie und schlagt sie tot, wo immer ihr auf sie stoßet‘, heißt es in Sure 4:91. Und setze ich all das mit dem islamistischen Antisemitismus in Beziehung, der jüngst auch bei Olympia Raum greift, stimmt etwas grundsätzlich nicht. ‚Ich will diese kranke Ideologie nicht in Europa‘, sagte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz gestern der BILD. Ich auch nicht: da stimme ich sogar mit Horst Seehofer überein, für den der Islam nicht zu Deutschland gehört. Aber wenn die Absolventen dieses Studiengangs im öffentlichen Dienst, bei Verbänden und Vereinen, die mit der Pflege und Weiterentwicklung religiöser Traditionen befasst sind, in religiösen und kirchlichen Institutionen auch mit diakonisch-karitativem Auftrag, in der Erwachsenenbildung, im Journalismus und in der politischen Arbeit und politischen Bildung beschäftigt werden sollen, befürchte ich für die Zukunft des christlichen Glaubens in unserer abendländischen Heimat das Schlimmste“.

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Pressesprecher

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