Dr. Bernd Grimmer MdL: keine Verunglimpfung der Brüder Grimm

15.06.2021
Der wissenschaftspolitische AfD-Fraktionssprecher Dr. Bernd Grimmer MdL hat genderideologische Versuche der Verunglimpfung der Brüder Grimm zurückgewiesen. „Die hessische Journalistin Ina Knobloch hat in einer absurden Gender-Polemik ernsthaft behauptet, dass Jacob […]

Der wissenschaftspolitische AfD-Fraktionssprecher Dr. Bernd Grimmer MdL hat genderideologische Versuche der Verunglimpfung der Brüder Grimm zurückgewiesen. „Die hessische Journalistin Ina Knobloch hat in einer absurden Gender-Polemik ernsthaft behauptet, dass Jacob Grimm ‚ein erbitterter Feind der Emanzipation der Frau‘ gewesen sei, ‚was sich auch in eben diesem Werk widerspiegelt‘ – das ‚Deutsche Wörterbuch‘ der hessischen Märchenbrüder hatte die gemeinsame deutsche Sprache und vor allem die Grammatik entscheidend mitbeeinflusst. Zu Schriftstellerinnen äußerte er sich in einer Rezension, dass Schreiben ‚wider der Natur der Frau wäre‘ und ‚Weiber höchstens Kochbücher schreiben sollten‘. Diese zeitbedingte Auffassung, die übrigens durch Caroline Schlegel-Schelling, Rahel Varnhagen von Ense, Karoline von Günderode, Bettina von Arnim oder Annette von Droste-Hülshoff schon zu Lebzeiten Grimms ad absurdum geführt wurde, wird jetzt für den dümmlichen Vorwurf hergenommen, wir führten eine Sprache fort, ‚die von Männern mit einer derartigen Sichtweise geprägt wurde‘. Die Krönung ist dann der behavioristische Schluss, dass auf eine Sprache, die Frauen ausschließe, eine Gesellschaft folge, ‚die Frauen aus vielen Bereichen ausschließt und zum Anhängsel degradiert‘. Das ist kein Witz.“

„Wer sich vom generischen Maskulinum nicht angesprochen, sondern ausgeschlossen ‚fühlt‘, sollte überlegen, ob er diese Wahrnehmungsstörungen nicht lieber auf der Couch statt in der Öffentlichkeit therapieren lässt“, ärgert sich Grimmer. „Und dies erst recht, da Knobloch ähnlich den Formen ‚Hexe- Hexer‘ vorschlägt, die Grundform von Berufsbezeichnungen zu ändern: ‚die Wissenschaftle – der Wissenschaftler‘ oder ‚die Handwerke – der Handwerker‘. In den vielen Jahrhunderten deutscher Sprachentwicklung hat bis vor wenigen Jahren niemand über die sprachlichen Themen nachgedacht, die uns heute von elitären, feministischen Minderheiten zu diskutieren aufgezwungen werden! Grimms Verdienste sind gar nicht hoch genug zu würdigen: Die Brüder gelten als mindestens Mit-, wenn nicht gar als die Begründer der Germanistik, haben neben ihrer Sammlungstätigkeit mit der Deutschen Mythologie, der Deutschen Grammatik und eben dem Deutschen Wörterbuch ungeheure wissenschaftliche Leistungen erbracht und sind mit den anderen Hochschullehrern der ‚Göttinger Sieben‘ als Vorkämpfer des Liberalismus zu würdigen. Ihnen heute ein ‚androzentrisches‘, patriarchales Sprachverständnis zu unterstellen, ist ebenso ahistorisch wie ungerecht. Je näher eine Gesellschaft einer Gleichstellung aller Mitglieder kommt, umso weniger ist es gerechtfertigt, Ungleichheiten zu betonen.“

Dr. Bernd Grimmer

Dr. Bernd Grimmer

Dr. Bernd Grimmer (geb. 1950) war bis zu seinem Tod (Dezember 2021) Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg und Mitglied der AfD-Fraktion. Bamberger rückte am 5. Januar 2022 für den verstorbenen Abgeordneten Dr. Bernd Grimmer nach für den Wahlkreis 42 (Pforzheim).

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Thomas Hartung

Pressesprecher

E-Mail: presse@afd.landtag-bw.de
Telefon: 0711 – 2063-5000

AfD-Fraktion Baden-Württemberg
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