Carola Wolle/Rüdiger Klos MdL: kompletter Realitätsverlust bei Jungliberalen

19.10.2020
Die gleichstellungspolitische Fraktionssprecherin Carola MdL hat dem Bundesvorstand der Jungen Liberalen kompletten Realitätsverlust attestiert. „Wenn ein Führungsgremium junger Menschen, denen ich durchaus Bildung unterstelle, ernsthaft beschließt, im Familienrecht die Begriffe […]

Die gleichstellungspolitische Fraktionssprecherin Carola MdL hat dem Bundesvorstand der Jungen Liberalen kompletten Realitätsverlust attestiert. „Wenn ein Führungsgremium junger Menschen, denen ich durchaus Bildung unterstelle, ernsthaft beschließt, im Familienrecht die Begriffe ‚Vater‘ und ‚Mutter‘ durch ‚Elternteil‘ zu ersetzen und die Möglichkeit der Vielelternschaft für bis zu vier Elternteile einzuräumen, sind Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit angebracht. Erst recht, wenn ein anderer Jungliberaler den vom Bremer JuLi-Chef getwitterten ‚wichtigen Beschluss‘ mit dem Satz kommentiert: ‚Es ist erst geschafft, wenn das erste Wort eines jungen Menschen mit oder ohne Uterus Elternteil 1, 2, 3 oder 4 ist‘. Soviel linguistische, psychologische und politische Dummheit kann gar nicht auf einmal versammelt sein. Kinder werden von Vater und Mutter in Liebe gezeugt, von Müttern auf die Welt gebracht und (hoffentlich) von beiden geliebt und erzogen. Dieser Beschluss ist mitnichten liberal, sondern nichts weiter als plumpe Anbiederei an einen linksgrünen Zeitgeist, der auf Gleichmacherei setzt. JuLi steht ab jetzt für Junge Linke.“

 Den rechtspolitischen Fraktionssprecher Rüdiger Klos MdL empören die völlig undurchdachten juristischen Zumutungen dieses Beschlusses. „Kinderrechte stehen über dem Minderheitenschutz! Ein Kind ist kein Besitz, den man sich teilen kann. Viel Spaß beim Anpassen der entsprechenden Gesetze wie etwa dem Erbrecht. Bei vier Elternteilen könnte man dann im Trennungsfall Unterhalt gegen drei geltend machen, die gelten dann als Gesamtschuldner. Wenn sich dann noch einer trennt, gibt‘s dann Unterhalt von den anderen zwei, oder? Höchst komplizierte Berechnungen sind dann nötig, wenn sich alle vier trennen. Und erst die Sorgerechtsfragen und Umgangsvereinbarungen. Das hat nichts mit Menschen- oder Bürgerrechten zu tun, sondern ist lediglich die gesellschaftliche Abkopplung von der natürlichen Ordnung. Aber freuen wir uns einfach, dass die JuLis gerade noch bis 4 zählen können. Im Falle der islamischen Polygamie mit einem Ehemann und vier Frauen hätte sie eigentlich 5 fordern müssen. Da ist angesichts der unkontrollierten Zuwanderung gerade aus diesen Ländern noch Luft nach oben. Wenn parallel dazu ein frischgewählter FDP-Spitzenkandidat Michael Theurer erklärt, er stünde im Südwesten ‚für die Wahrung der Freiheits- und Grundrechte‘, kann man das nur noch erbärmlich nennen.“

 Fraktionsvize Wolle verweist darauf, dass mit diesem Beschluss die Zerstörung der Familie und ihrer Tradition FDP-Programm werden soll. „Hier soll die Biologie außer Kraft gesetzt werden. Hasst ihr euren Vater und eure Mutter so sehr? Müsst ihr euer Leid allen andern derart aufdrängen? Euer Neusprech ist der wahre Faschismus des Denkens. Ihr legt die Axt an den Baum, auf dem ihr dank eurer Väter und Mütter sitzt. Sind wir noch ein ‚Wir‘? Diese Frage muss gestellt werden, wenn alles verändert wird. Wer kein ‚Wir‘ Gefühl mehr hat, begehrt auch nicht gegen neue Staats- und EU-Strukturen sowie deren Beschlüsse auf. Da kann man auch gleich den Begriff der Familie ersetzen durch Brutgemeinschaft oder Reproduktionskollektiv. Das gab‘s nochmal nicht in der DDR. Andererseits sollten wir der liberalen Jugend für ihre Idiotie dankbar sein: Das ist der Marshallplan für FDP = 4,9 %.“ 

Ihr Ansprechpartner:

Josef Walter

Pressesprecher

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