Daniel Rottmann MdL: Ulmer Münsterkrippe mit Königen ausstellen!

05.10.2020
Der kirchenpolitische Fraktionssprecher Daniel Rottmann MdL hat die Ulmer Kirchgemeinde aufgefordert, die Münsterkrippe mit den heiligen drei Königen aufzustellen. „Auf alle drei zu verzichten, nur weil die Melchiorfigur ‚rassistisch‘ wahrgenommen […]

Der kirchenpolitische Fraktionssprecher Daniel Rottmann MdL hat die Ulmer Kirchgemeinde aufgefordert, die Münsterkrippe mit den heiligen drei Königen aufzustellen. „Auf alle drei zu verzichten, nur weil die Melchiorfigur ‚rassistisch‘ wahrgenommen werden könnte, ist an Absurdität nicht zu überbieten. Die nichtige Debatte zeigt, dass es in diesem Land inzwischen unmöglich geworden ist, etwas ‚an sich‘ zu sehen, sondern immer ‚für sich‘ begreifen zu müssen. In diesem Fall für die Zwangsbindung einer Farbe sowie bestimmter körperlicher Klischees an ein Werturteil – ein Mechanismus, der erneut den moralischen Trick linker Gesinnungsethiker illustriert: aus jedem Unterschied eine Ungleichheit zu machen und aus Ungleichheit sofort Ungerechtigkeit herbeizuphantasieren. Als Martin Scheible in den 1920er Jahren seine Schnitzerei schuf, kann man diese Historie 100 Jahre später nicht einfach vergessen und hypermoralisch ins Gegenteil umdeuten. Ist man also der Ansicht, dass ein Mohr kein König sein kann? Das finde ich aber sehr rassistisch. Die Verschiedenheit der drei Könige zeigt doch vielmehr, dass vor Jesus alle Menschen gleich und damit auch gleich willkommen sind.“

Rottmann verweist darauf, dass sich der von linken Journalisten gewürdigte Beschluss in die unsägliche Mohrendebatte einreiht, die seit einiger Zeit exzessiv geführt wird. „In der Stadt selbst traf es schon die Mohrengasse, in Augsburg das Hotel ‚Drei Mohren‘, von den unsäglichen Vorgängen um die Berliner Mohrenstraße ganz zu schweigen. Die nächste Steigerungsform ist dann der Bildersturm: Der Mohr im Wappen einiger Städte wie Coburg soll nun verschwinden. Dass der Mohr aber schon im 19. Jahrhundert unter besonderem Schutz stand, zeigt der 1847 erschienene ‚Struwwelpeter‘, in dem drei böse, weiße Buben, die einen Mohren beleidigen, von Sankt Niklas zur Strafe in ein Tintenfass gesteckt werden und dann ‚viel schwärzer als das Mohrenkind‘ sind. Es fehlt nur noch, dass aus Jesus ein schwarzer Muslim wird. Die Sprachreiniger von heute dienen nicht mehr der Völkerverständigung, sondern der breiten Bewegung derer, die mit Mitteln der Zensur die Freiheiten angreifen, die wir uns im Westen so mühsam erkämpft haben und die Mauren/Mohren nie hatten.“

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