Hans Peter Stauch MdL: ein schlüssiges Recycling-Konzept für abgewrackte WEAs muss her

15.09.2020
Stuttgart. Hans Peter Stauch, Mitglied im Landtags-Ausschuss für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, sieht in der ungelösten Recycling-Problematik bei Bauteilen von Windkraftanlagen keine ökologische Lösung. „Es kann doch nicht sein,“ so […]

Stuttgart. Hans Peter Stauch, Mitglied im Landtags-Ausschuss für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, sieht in der ungelösten Recycling-Problematik bei Bauteilen von Windkraftanlagen keine ökologische Lösung. „Es kann doch nicht sein,“ so Stauch, „dass jedes Jahr in Europa 3.800 Rotorblätter ausgedienter Windenergieanlagen als Sondermüll anfallen – 2.500 davon allein in Deutschland. 2023 wird es diesbezüglich richtig heiß, weil dann die ersten Anlagen der gehypten Windkraft im letzten Jahrzehnt ausgedient haben und nach deutschem Baugesetz rückgebaut werden müssen. Ein Teil der ausgemusterten Anlagen kann zwar auf dem internationalen Zweitmarkt ein zweites Dasein finden, das löst global und schlussendlich aber auch nicht das Recycling-Problem, denn dann liegen die verschlissenen Bauteile irgendwann als Kunststoffschrott in Afrika, Südamerika, Asien oder sonstwo.“ Die Entsorgungsvariante, ausgediente Anlagenteile in Deponien zu lagern, hält Stauch für eine Bankrotterklärung der ökologischen Argumentation von Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit bei Windenergieanlagen: Die Rotorblätter sind nämlich fast nicht zu recyceln. Blätter von On-shore-Anlagen messen 65 Metern Länge, bei Off-shore-Anlagen können es 85 Meter sein. Zwischen 10 und 25 Tonnen wiegen die Blätter in der Regel. Größe und Gewicht – zersägen lassen sich die Rotorbestandteile nur mühsam – verlangen Spezialtransporte und aufwendige Logistik. 

„Die Anforderungen an die nachhaltige Herstellung von Windenergieanlagen und an das Recycling nicht mehr verwendeter Bestandteile werden mit dem Weiterverfolgen dieser unsinnigen Technologie wachsen“, ist er sich sicher. „Es können zwar angeblich zwischen 80 und 90 Prozent der Stoffmasse einer WEA1 wiederverwertet werden, doch die Nutzung der anfallenden Rotorblätter ist dabei noch nicht gelöst. Das Schreddern der Rotorblätter und das thermische Einsetzen der anfallenden Abfälle als Brennstoff und Sandsubstitut in der Zementindustrie oder in konventionellen Müllverbrennungsanlagen ist ja wohl eine Steinzeitlösung, die eine hohe Energieleistung beansprucht und im Verbrennungsprozess die Filter und Verbrennungslinien der Verwertungsanlagen belastet. Die Schredderabfälle fallen meiner Meinung nach als Energielieferant und als Substitut für Rohmaterialien in der Zementproduktion, beispielsweise zur Herstellung von Klinkersteinen, letztlich aus. Das sind noch keine stimmigen Lösungen, die von den stets fördermittelhungrigen Betreibergesellschaften präsentiert werden. Ich fordere deshalb einen sofortigen Stopp sämtlicher WEA-Bauvorhaben und eine ganz starke Berücksichtigung der Recycling-Problematik bei der Novellierung des EEG jetzt im Herbst 2020 durch den Gesetzgeber im Hinblick auf die Fördermittelvergabe. Nur tatsächlich umweltgerechte und nachhaltige Technologien dürfen mit Steuergeldern gefördert werden, keinesfalls irgendwelche investment-gierigen Öko-Glücksritter, die uns auf den Abfällen ihres unausgegorenen Mistes sitzen lassen.“

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Thomas Hartung

Pressesprecher

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