Pressemitteilung
Stuttgart, 01.10.2026
„Multiprofessionelle Teams können Lehrkräfte bei sozialen und psychologischen Aufgaben unterstützen, sind aber kein bildungspolitisches Allheilmittel.“ Mit diesen Worten reagierte der bildungspolitische AfD-Fraktionssprecher Hans-Peter Hörner MdL auf die Studie des Berufsschullehrerverbands Baden-Württemberg (BLV) und der Universität Mannheim zu Arbeitszeit und Belastung von Lehrern.
„Die Analyse ist richtig, doch die Schlussfolgerungen greifen zu kurz. Entscheidend ist, wie Unterricht bei immer größerer Leistungsheterogenität gelingen soll. An beruflichen Schulen treffen Jugendliche mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen, Sprachkenntnissen und Bildungsbiografien aufeinander. Lehrkräfte sollen Defizite aufarbeiten, Leistungsstarke fordern, Sprachprobleme auffangen und zusätzliche sozialpädagogische Aufgaben übernehmen. Mehr Personal lindert diese Belastung, beseitigt aber nicht ihre strukturelle Ursache. Wir brauchen deshalb wieder eine offene Debatte über Leistungsdifferenzierung. Leistungsstarke Schüler müssen gefordert, Schüler mit erheblichen Defiziten gezielt gefördert werden. Unterschiedliche Voraussetzungen erfordern unterschiedliche Bildungsangebote. Multiprofessionelle Teams können ergänzen, aber weder Fachunterricht ersetzen noch fehlende Leistungsdifferenzierung kompensieren. Man erntet, was man sät.“


