PM Trockenheit bedroht die Landwirtschaft – Flächen prämienneutral freigeben, betriebliche Resilienz erhöhen

12.08.2026
Pressemitteilung Stuttgart, den 12.08.2026 Angesichts der anhaltenden Dürre und des akuten Futtermangels fordert die AfD-Fraktion die Landesregierung auf, sämtliche für die Landwirtschaft verfügbaren Flächen unverzüglich und prämienneutral für die Futterproduktion […]

AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg

Pressemitteilung

Stuttgart, den 12.08.2026

Angesichts der anhaltenden Dürre und des akuten Futtermangels fordert die AfD-Fraktion die Landesregierung auf, sämtliche für die Landwirtschaft verfügbaren Flächen unverzüglich und prämienneutral für die Futterproduktion aller Betriebe freizugeben. Bei Futterknappheit dürfe man tatsächlich nicht zwischen Bio und konventionell unterscheiden – es zähle jeder Hektar.

Dem agrarpolitischen AfD-Fraktionssprecher Bernhard Eisenhut zufolge reicht die angekündigte Nutzung von Brach- und FAKT-Flächen allerdings nicht aus, solange keine Verbindlichkeit bei Prämienneutralität und Rückforderungs-Ausschlüssen vorliegt: „Insofern müssen brachliegende, stillgelegte und bislang nur zur Begrünung vorgesehene Flächen unbürokratisch und prämienneutral für die Futtergewinnung aktiviert werden. Das betrifft auch ÖR- und FAKT-Flächen. Unsere Tierhalter brauchen eine klare, rechtssichere Freigabe ohne Rückforderungsrisiko. Wer den Betrieben das finanzielle Risiko überlässt, gefährdet deren Existenz und verschärft den Futtermangel. In dieser Ausnahmesituation muss landwirtschaftliche Nutzfläche vor allem unsere Tiere versorgen und unsere Höfe sichern.“

Der AfD-Arbeitskreisvorsitzende für den Ländlichen Raum, Udo Stein MdL, der auch dem Finanzausschuss angehört, fordert zudem Sofortmaßnahmen zur Liquiditätsabsicherung und zur Verringerung der Niederschlagsabhängigkeit: „Das Finanzministerium hat die Finanzämter anzuweisen, Stundungen fälliger Steuern zu gewähren und Vorauszahlungen anzupassen. Vollstreckungsmaßnahmen sowie Säumniszuschläge sind auszusetzen. Parallel muss der Bund endlich die Steuern auf Kraftstoffe senken und den CO2-Preis abschaffen. Für eine langfristige Perspektive und Krisenresilienz der Südwest-Landwirtschaft müssen außerdem Genehmigungen für Bewässerungsanlagen und Brunnen vereinfacht und beschleunigt werden. Auch die von Ministerin Gentges für die Agrarministerkonferenz angedachten steuerfreien Risikorücklagen können dazu beitragen. Die AfD-Fraktion und die betroffenen Landwirte erwarten jedoch, dass hier zeitnah und entschlossen gehandelt wird.“

Ihr Ansprechpartner:

Josef Walter

Pressesprecher

E-Mail: presse@afd.landtag-bw.de
Telefon: 0711 – 2063-5000

AfD-Fraktion Baden-Württemberg
Konrad-Adenauer-Str. 3
70173 Stuttgart

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