Baden-Württembergischer Brauerverband: AfD- Abgeordnete erhielten bewusst keine Einladungen

Pressemitteilung - Stuttgart, den 05.04.2017

Die allgegenwärtige Ausgrenzungspolitik gegen die AfD pflegen nicht nur Politiker des Landtages. Sie ist auch bei den baden-württembergischen Brauern angekommen. Heute Abend lädt der Baden-Württembergische Brauerbund e.V. zu einem Parlamentarischen Abend in Carls Brauhaus am Schlossplatz. AfD-Abgeordnete sind bei dieser Veranstaltung, zu der üblicherweise alle Fraktionen eingeladen werden, ausdrücklich unerwünscht. Der Geschäftsführer des Brauereibundes Hans-Walter Janitz sowie dessen Präsident Matthias Schürer teilen via Email mit: „Wir haben den Abgeordneten des Landtages mit AfD-Zugehörigkeit bewusst keine Einladungen zukommen lassen.“

Hanebüchen: Im Parteiprogramm der AfD fände sich kein Bezug zur Brauwirtschaft

Auf telefonische und schriftliche Nachfrage hin, versucht sich der Brauerverband mit Argumenten aus der Affäre zu ziehen, die jeder Beschreibung spotten: „Ihrem Parteiprogramm konnten wir nicht entnehmen, dass sie ein offenes Ohr für die Interessen der Brauwirtschaft im Ländle haben. Vor diesem Hintergrund haben wir von einer Einladung Ihrer Fraktion abgesehen.“ Weiter heißt es: „Die Auswahl des Lokals sowie die damit verbundene Kostenstruktur haben wir an den Zusagen der Abgeordneten bemessen, so dass wir auch nicht in der Lage sind, dies nachträglich zu ändern oder zu erweitern.“

Staatliche Rothausbrauerei ist Mitglied im Verband: Pöstchen für CDU und Grüne

Besonders pikant: Die Badische Staatsbrauerei Rothaus AG ist Mitglied des Verbands. Das Land Baden-Württemberg ist über eine landeseigene Beteiligungsgesellschaft einziger Aktionär der Brauerei Rothaus. Im Aufsichtsrat der staatlichen Brauerei sind gutdotierte Aufsichtsratspöstchen an Regierungsmitglieder vergeben. Im Aufsichtsrat sitzen der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk (CDU), der 6500 Euro p.a. kassiert, plus 720 Euro Sitzungsgeld obenauf, Ministerialdirektor Rolf Schumacher, sowie Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und die Abgeordnete Sandra Boser, beide von den Grünen.

Alle Mitglieder des Brauerverbands: http://www.einfach-besser-bier.de/mitgliederliste.html

Auf der Webseite des Verbands findet sich unter dem „Brauerkodex“ folgende Aussage: „Bei Marketing- und Informationsmaßnahmen verzichten wir auf eine Abwertung von Geschlecht, ethnischer Herkunft oder Religion.“ Der Verband führt sich mit seinem ausgrenzenden Verhalten selbst ad absurdum und demonstriert, wie Gesinnungsdiktatur funktioniert. Die AfD-Fraktion verurteilt diese Ausgrenzung auf das Schärfste. Der Vorstand ist gespannt darauf, zu hören, wie die anderen Fraktionen des Landtags, die so gerne ihre demokratische Haltung betonen, darauf reagieren werden.


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