Feinstaub-Hysterie: Das geplante Dieselfahrverbot ist an Naivität und Kurzsichtigkeit nicht zu überbieten

Pressemitteilung - Stuttgart, den 24.02.2017

Pressemitteilung - Stuttgart, den 24.02.2017

Der kräftige Sturm hat den Feinstaub fortgepustet, die Probleme sind indes nicht kleiner geworden. „Die Hysterie rund um den Feinstaub ist ein Schuss, der gewaltig nach hinten losgehen wird“, warnt der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion Bernd Gögel. „Die Beschlüsse der ideologisch motivierten Landesregierung legen offen, dass daraus noch mehr Probleme entstehen.“

Unsicherheit bei Handwerksbetrieben: Stadt und Land haben keinen Plan

Zum einen hängt das drohende Dieselfahrverbot für alle Fahrzeuge, die nicht der Euro6-Norm entsprechen wie ein Damoklesschwert über vielen Betrieben. „Viele Unternehmer im Handwerk sind stark verunsichert“, ist vom Sprecher der Handwerkskammer Region Stuttgart zu hören. „Eine Unverschämtheit sondergleichen ist noch dazu die Aussage des grünen Ministerpräsidenten, der finanzschwachen Bürgern empfiehlt, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen, wenn sie sich kein neues Auto leisten können“, empört sich Gögel. „Gleichzeitig haben weder die Stadt noch das Land bislang einen Plan in der Tasche, wie die Fahrverbote um- und durchgesetzt werden sollen. Weil absehbar ist, dass die Blaue Plakette bundesweit nicht kommen wird, wären aufwändige Zusatzschilder notwendig. Das Ganze ist ein einziger Krampf“, so Gögel.

Autobesitzer müssen die Zeche zahlen

„Indessen krankt die Wunderwaffe E-Mobilität an den geringen Zahlen zugelassener E-Automobile und einer bislang noch mageren Infrastruktur an E-Tankstellen“, erklärt Gögel. Der Bundesverband der freien KfZ-Händler meldet bereits jetzt einen Preisrutsch bei Dieselautos, weil die Verbraucher verunsichert sind. Im schlimmsten Fall erfüllen selbst Autos, die im Jahr 2015 gekauft wurden, nicht mehr die von der grün-schwarzen Regierung geforderte Norm und Dieselfahrzeugbesitzer müssen mit einer Abwertung ihres Fahrzeugs von mindestens 1.000 Euro rechnen“, erklärt Gögel. „Das Dieselverbot ist an Naivität und Kurzsichtigkeit nicht zu überbieten.“

Stuttgarter Lungenfacharzt widerlegt Feinstaubhysterie

Die Hysterie, die von Ministerpräsident Kretschmann und den Grünen, unterstützt von der CDU verbreitet wird, ist eine „ungerechtfertigte Beunruhigung der Bevölkerung“, erklärte Lungenarzt Dr. Martin Hetzel aus Stuttgart in den StN vom 7. Februar. Er ist Chefarzt der Klinik für Pneumologie am Krankenhaus vom Roten Kreuz in Stuttgart. „Bei uns sind derzeit 113 Betten belegt. Kein Patient ist wegen des Feinstaubs hier“, erklärt Hetzel. Er stellt fest, dass „Feinstaub für Menschen deutlich weniger gesundheitsgefährdend als mangelnde Bewegung oder hohe Cholesterinwerte ist.“ Daten des Umweltbundesamtes belegen, dass sich die Schadstoffbelastung durch Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometern seit 2000 um 46 Prozent reduziert haben. Gögel stellt fest: „Industrie, Landwirtschaft und Haushalte sind für mehr als die Hälfte der Schadstoffe verantwortlich. Der Verkehr macht also nur einen geringen Teil der Feinstaubemissionen aus. Daher ist es das geplante Dieselfahrverbot ein Schuss in den Ofen!“


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