Thomas Palka MdL: Ernährungssicherheit steht und fällt mit regionaler Kartoffelerzeugung

Pressemitteilung - Stuttgart, den 26.11.2020

Als Mitglied im Ausschuss für den Ländlichen Raum und Verbraucherschutz warnt Thomas Palka davor, dass in letzter Konsequenz auch die Ernährungssicherheit der Bevölkerung gefährdet wird, wenn die regionale Kartoffelversorgung nicht mehr gewährleistet ist. „In einer gemeinsamen Erklärung weisen die Fachleute vor einigen Tagen darauf hin, dass es den Landwirten mit den noch verbliebenen zugelassenen konventionellen und biologischen Präparaten nicht mehr möglich sei, Kartoffelschädlinge wie z. B. den sogenannten ‚Drahtwurm‘, die Larve einer Schnellkäferart, wirkungsvoll zu bekämpfen. Wenn eine Zulassung von Präparaten aus politischen Gründen wegfalle, sei es dringend erforderlich, den Betrieben alternative Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Ich pflichte den Argumenten dieser Erklärung voll und ganz bei.“

Palka betont, dass die Kartoffel eines unserer wichtigsten, wenn nicht das wichtigste Grundnahrungsmittel überhaupt ist. „Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Kartoffelproduzenten durch ideologisch motivierte Gesetze und Verordnungen zur Aufgabe ihrer Produktion gezwungen werden, während diese im benachbarten EU-Ausland nicht oder nicht in dieser Strenge Anwendung finden. Es darf auch nicht sein, dass wir uns von Kartoffelimporten aus Drittstaaten in Nordafrika abhängig machen. Selbst wenn man die schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt durch die damit einhergehenden längeren Transportwege hier mal außer Acht lässt: Wenn im Falle einer weiteren Zuspitzung der aktuellen Krise in unserer instabilen Welt internationale Lieferketten zusammenbrechen, wenn kartoffelexportierende Länder uns einfach nicht mehr beliefern, entweder weil sie die Produkte zur Selbstversorgung benötigen oder weil sie diese anderen Ländern zu höheren Preisen verkaufen können, könnten wir im Hinblick auf unsere Ernährungssicherheit in eine äußerst prekäre Situation geraten.“

Palka fordert die Regierung deshalb auf, ihrer grundgesetzlichen Pflicht nachzukommen, im Rahmen der allgemeinen Daseinsvorsorge auch die Versorgung mit bezahlbaren Grundnahrungsmitteln sicherzustellen. „Solange anderen europäischen Erzeugern noch wirkungsvolle Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stehen, müssen diese auch hierzulande noch so lange zugelassen bleiben, bis wirkungsvolle Alternativen entwickelt worden sind. Wenn es den Herren Hauk oder Kretschmann wirklich um das Wohlergehen des Drahtwurms gehen sollte, so können sie diesem doch sicher in ihrem eigenen Garten einen geeigneten Lebensraum zur Verfügung stellen.“


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