Hans Peter Stauch MdL: keine Marktverzerrung durch steuerfinanzierten Elektroboom

Pressemitteilung - Stuttgart, den 05.11.2020

Der verkehrspolitische Fraktionssprecher Hans Peter Stauch MdL hat vor Augenwischerei beim Hype um die Neuzulassung von E-Autos und Plug-in-Hybriden gewarnt. „Lustig, wenn es nicht traurig wäre: Einerseits jubelt man allgemein über den immensen Anstieg dieser Neuzulassungen. Andererseits wird geflissentlich verschwiegen, dass der bundesdeutsche Steuerzahler die gewaltsame Markteinführung der Elektrofahrzeuge erst möglich macht. Wenn man so will, zahlt sich der E-Auto-Käufer die Prämie quasi selbst, und das hat für mich Betrugscharakter. Die Neuzulassungen bei den Elektro-Kfz sind nur deshalb gestiegen, weil die Bundesregierung erhebliche staatliche Zuschüsse im Zuge des beschlossenen Konjunkturpakets aus dem Sommer gewährt. Das kostet den Bund und damit natürlich den Steuerzahler Milliarden. Diese erhöhte Prämie soll bis Ende 2021 gelten, wobei reine Elektroautos mit 9000 Euro gefördert werden. 3000 Euro zahlen davon zwar die Hersteller, die restlichen 6000 Euro muss der Bürger über den Staat tragen, denn das Geld fällt ja nicht vom Himmel.“

Stauch, der auch Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des baden-württembergischen Landesparlaments ist, meint: „Nur weil eine Technologie aus ideologischen Gründen an der Realität vorbei mit Prämien und mit aller Macht in den Markt gedrückt wird, ist sie noch nicht marktreif. Auch wenn das Hildegard Müller, die Freundin der Bundeskanzlerin als Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, auf der Website des VDA behaupten lässt. Wir müssen einerseits darüber reden, dass wir über ein Marktsegment sprechen, das trotz des stetig wachsenden Bestands an Elektroautos, im Antriebsmix der in Deutschland zugelassenen Personenkraftwagen eine untergeordnete Rolle spielt. So hat er Anteil an Pkw mit konventionellem Verbrennungsmotor Anfang 2020 bei mehr als 98 Prozent gelegen. Andererseits ist das verheerende, kürzlich erschienene Gutachten des Verbands Deutscher Ingenieure zu nennen, das der aktuellen elektronischen Antriebstechnologie bei E-Fahrzeugen ein sehr schlechtes Zeugnis bezüglich der Umweltbelastungen bei Produktion und Betrieb ausstellt. Das wird von den Mainstream-Medien höchstens am Rande erwähnt, denn um die EU-Klimaziele zu erreichen, braucht die öko-ideologisierte Bundesregierung mehr E-Verkehr auf deutschen Straßen, und der deutsche Autokäufer, Steuerzahler und Verkehrsteilnehmer zahlt am Ende des Tages für eine unausgereifte und umweltbelastende Technologie.“


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