Hans Peter Stauch MdL: medial aufgebauschte „Mobilitätswende“ ist frommer Wunsch

Pressemitteilung - Stuttgart, den 05.08.2020

Stuttgart. „Es ist absurd, bei diesem Markt-Szenario von einer Mobilitätswende zu reden“. Mit diesen Worten kommentiert der verkehrspolitische Fraktionssprecher Hans Peter Stauch MdL die jüngste Studie von PricewaterhouseCoopers, wonach in den Top-5-Märkten – also Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien – im ersten Halbjahr 2020 circa 211.000 neue Elektrofahrzeuge zugelassen wurden. Dabei soll der Absatz im Vergleich zum Vorjahresquartal nur um ein Prozent zurückgegangen sein. „In der Bundesrepublik gab es am 1. Januar des Jahres 2020 rund 47,7 Millionen zugelassene Personenkraftwagen mit konventioneller Antriebstechnik. Am gleichen Tag lag der Bestand an Batterieelektro-Pkw auf deutschen Straßen bei etwa 136.600 Fahrzeugen. Der Bestand an Hybridautos in Deutschland wurde 2020 mit 539.400 Einheiten beziffert und liegt auf Rekordniveau. Doch bei über 200 Millionen zugelassener Pkw in den genannten Top-5 Märkten spielt die Elektromobilität im Antriebsmix der zugelassenen Personenkraftwagen immer noch eine deutlich untergeordnete Rolle. Hierzulande lag der Anteil von Pkw mit konventionellem Verbrennungsmotor Anfang 2020 bei mehr als 98 Prozent und in China, dem weltweit stärksten Markt für E-Mobilität, kam es im vierten Quartal 2019 zu einem Rückgang der batterieelektrischen Fahrzeuge um ungefähr 32 Prozent. Bei den Plug-In-Hybriden waren es sogar fast 50 Prozent.“

Laut Stauch ist die von den Altparteien und opportunistischen Industriebeamten vorangetriebene und vielgepriesene Mobilitätswende bis dato genauso wenig eingetreten wie die Energiewende Angela Merkels. „Und das trotz aller Förderungen, trotz der vielgepriesenen Umweltverträglichkeit, die sich bei näherem Hinsehen als Scharlatanerie – Stichworte: Batterieherstellung, Entsorgung, Ladeverluste – entpuppt. Mir bleibt ein Rätsel, woher Wirtschaftsminister Altmaier seine Zuversicht nimmt, wenn er glaubt, dass die erhöhte Förderung von E-Mobilität konjunkturellen Schwung brächte. Deutschland steht wegen der Pandemie vor der schwersten Rezession der Nachkriegszeit. Ausgerechnet die kapazitätsarme Produktion von Elektroautos mit ihrer mangelhaften Ladeinfrastruktur soll es richten? Man sollte am besten auf diejenigen hören, die Autos benötigen, kaufen und fahren. Nur 12 Prozent der deutschen Autofahrer setzen darauf, dass sich der rein elektrische Antrieb in zehn Jahren durchgesetzt hat.“


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