Bernd Gögel MdL: Diskussion um Rassebegriff ist linksideologischer Unsinn

Pressemitteilung - Stuttgart, den 12.06.2020

Stuttgart. AfD-Fraktionschef Bernd Gögel hat die jüngsten Diskussionen um den Rassebegriff im Zusammenhang mit Art. 3 GG als linksideologischen Unsinn kritisiert. „Wenn die Grünen-Forderung nach Streichung des Begriffs aus dem Grundgesetz von FDP, Linke und SPD gleichermaßen unterstützt wird und sich auch der CSU-Innenminister ‚gesprächsbereit‘ zeigt, ist höchste Vorsicht geboten - als hätte sich das Altparteienkartell darauf geeinigt, gemeinsam eine weitere Bastion zu schleifen, die für unerwünschte Positionen unerwünschter Personen einen demokratischen Streit- und damit Angriffsort darstellen könnte. Waren die ‚Väter und Mütter des Grundgesetzes‘ Rassisten, da sie ja mit dem Rassebegriff operierten? Mit dem Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera ins Stammbuch dieses Kartells geschrieben: die zum 100. Todestag Haeckels verlesene Jenaer Erklärung ‚Menschenrassen gibt es nicht‘ ist politisch statt biologisch motiviert. Selbst der schwarze Stanford-Professor Quayshawn Spencer geht heute von fünf menschlichen Rassen aus – und er sieht sich selbst als ein ‚African (Black) American‘. Zudem wies der amerikanische Biochemiker W. Farnsworth Loomis nach, dass von allen Rassen die negroide für Rachitis am anfälligsten ist und die natürliche Selektion nördlich des Mittelmeers Blonde, Blauäugige und Hellhäutige bevorzugte. Komisch, oder?“

Gögel mahnt dabei an, sowohl die evolutionsbiologischen als auch historischen Bedingtheiten des Rassebegriffs nicht auszublenden. „Der Begriff hat protorassistische Wurzeln, die auf der Biologisierung sozialer Unterschiede vor allem in uralten indischen Kastensystemen, aber auch der antiken Sklaverei basieren - Saudi-Arabien hat die Sklaverei erst 1962 abgeschafft. Die Opfer waren ausnahmslos Schwarzafrikaner, die Täter ausnahmslos arabisch-islamische Händler. War das auch Rassismus, und wenn nein, warum nicht? Ausgeblendet werden dürfen auch nicht die mythisch-religiösen mittelalterlichen Traditionen vor allem der iberischen Halbinsel, wo bspw. in Toledo 1449 das ‚Jüdische‘, ‚Islamische‘ oder ‚Christliche‘ zur inneren Essenz des Menschen und die Religionszugehörigkeiten zu unüberwindlichen Schranken erklärt wurden. Hier spielt auch der Stammesgedanke hinein, wie er im 2. Buch Mose zuerst auftaucht und der einigen deutschen Autoren als Vorwegnahme der Mischehendebatte im Reichstag 1912, ja der Nürnberger Rassegesetze 1935 gelten.“

„Rassebegriff richtig und wichtig“

Vor allem verweist Gögel darauf, dass auf dem Willen zu sinnvoller Unterscheidung, auf systemischen Klassifizierungs- und Valorisierungsmechanismen alle deduktive Wissenschaft beruht. „Es ist erst recht Unsinn zu behaupten, dass Rassenkonstruktionen seit dem 18. Jahrhundert eine nachträgliche Legitimierung für Rassismus liefern könnten – das spricht all unseren wahrnehmungs- und gestaltpsychologischen Schemata von Gruppierung und Klassifizierung aufgrund bestimmter Merkmale wie bspw. der Hautfarbe Hohn, die erst nachträglich mit dem Begriff ‚Rasse‘ ideologisch begründet worden sein sollen. Aber jedes Curriculum verallgemeinert Bildungsfähigkeiten, jede Krankenkasse Erkrankungen, jeder Versicherer Versicherungsfälle… das sind völlig normale Vorgänge. Wer die aber ebenso wie ihre historischen Grundlagen nicht kennt, hat gefälligst zu schweigen und sich erstmal kundig zu machen“, zürnt Gögel.

„Fremdenskepsis = Fremdenabwertung = Fremdenfeindlichkeit = Rassismus, so der offenbar beabsichtigte Schluss gleichmacherischer Wahrnehmung, der einen Generalverdacht unterstellt“, schließt der Fraktionschef. „Aber wenn heute jede Supermarkt-Kassiererin jeden Kunden akribisch alles auspacken, anheben oder vorzeigen lässt, was er im Einkaufswagen hat, spricht auch niemand davon. Wie postete doch Boris Palmer, der grüne Tübinger Oberbürgermeister, auf Facebook: ‚Gambische Asylbewerber haben so gut wie nie einen Anspruch auf Asyl, aber eine auffällige Schwierigkeit, mit unseren Gesetzen zu leben‘. Na so ein Rassist! Also, liebe Altparteien: der Rassebegriff ist richtig und wichtig und für unser Grundgesetz essentiell.“


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