Dr. Rainer Balzer MdL: finanzielle Hilfen für freiberufliche Künstler

Pressemitteilung - Stuttgart, den 13.03.2020

Stuttgart. Der kulturpolitische Fraktionssprecher Dr. Rainer Balzer MdL fordert finanzielle Unterstützung für freiberufliche Künstler, die durch die Corona-Pandemie unter wirtschaftlichen Einbußen zu leiden haben. Durch die Absage von Opern- und Theateraufführungen sowie Konzerten sind insbesondere diejenigen Künstler hart getroffen, die freiberuflich arbeiten und auf ihre Aufführungshonorare angewiesen sind. Einige dieser Künstler leben schon in normalen Zeiten von der Hand in den Mund, die meisten dieser Künstler verfügen über keine finanziellen Polster, auf die sie in Notzeiten zurückgreifen können. Durch die Absage von Aufführungen bricht diesen Menschen ein Großteil ihrer Einnahmen weg, was für viele schnell zu einer Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz werden wird.

Die Absagen von Workshops und Tagungen bedeutet für viele freiberufliche Dozenten ein Wegfall von existenzsichernden Einnahmen. Dr. Balzer fordert von der Landesregierung in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Orchestervereinigung und dem Tonkünstlerverband einen Notfallfonds zur Sicherung des wirtschaftlichen Überlebens für diese Personengruppen.

Doch nicht nur ausübende Künstler sind von finanziellem Ruin bedroht, auch die große Anzahl an Privatmusikerziehern, die im täglichen Umgang Kinder und Jugendliche unterrichten, sind oft finanziell und juristisch nur ungenügend abgesichert. Die enge körperliche Nähe zwischen Instrumentallehrer und Instrumentalschüler birgt schon in normalen Grippezeiten ein hohes Ansteckungsrisiko. Der verantwortliche Instrumentalerer wird sich zudem der Gefahr bewusst sein, dass er durch die hohe Anzahl an Kontakten zu einer Gefahr für die Kinder werden kann. Doch dies bedarf im Gegenzug der Solidarität unserer Gesellschaft. Dr. Balzer fordert Eltern dazu auf, auch abgesagte Unterrichtsstunden regulär zu entlohnen, in Zeiten anhaltender Gefahr auch über die gesetzlich vorgeschriebene Zeit von sechs Wochen hinaus. 

„In Zeiten der Gefahr durch Corona darf das Land nicht nur an die Wirtschaftsunternehmen denken, die Notzeiten besser überbrücken können wie viele freiberufliche Künstler. Jetzt gilt es, sich solidarisch zu zeigen mit den Menschen, die die Kultur unseres Landes ausmachen.“, so Dr. Balzer abschließend.


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