AfD-Fraktion fordert Schließung der Gemeinschaftsschulen und Rückkehr zum bewährten dreigliedrigen Schulsystem

Pressemitteilung - Stuttgart, den 20.02.2020

Für Dr. Rainer Balzer, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion bestätigt die Mitteilung des Philologenverbandes die schlimmsten Befürchtungen: „Wir fordern die umgehende Schließung der Gemeinschaftsschule und die Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem! Die Gemeinschaftsschule ist gescheitert. Das Lernen in verschiedenen Lernniveaus ist eine Chimäre. Die Realität ist, dass sich alle Schüler auf einem niedrigen Lernniveau wiederfinden. Diese wohlbekannte Lebenserfahrung, dass sich Mitglieder einer Gruppe aneinander anpassen, hat jetzt der Philologenverband bestätigt.“

Ein Viertel der Schüler erreicht das Lernziel in der Mathematik nicht

Anstatt diese Schulform konsequent wieder abzuschaffen, werden Lehrkräfte unter Druck gesetzt, damit sie die Noten schönen. „Wenn die durchschnittliche Anmeldenote in Mathematik landesweit mit 3,2 um über eine halbe Note über der in der schriftlichen Abschlussprüfung erzielten Note von 3,9 beträgt liegt, dann wurde hier offenbar massiv an den Noten manipuliert. Lehrer und Schüler haben hier offenbar den objektiven Maßstab verloren.“, so Dr. Balzer. „Lehrer bei der Notengebung unter Druck zu setzen, kann nicht die Lösung für eine gescheiterte Schulform sein. Wenn ein Viertel der Schüler das Lernziel im Fach Mathematik am Ende der Schulzeit nicht erreicht, dann gehört diese Schulform schlichtweg geschlossen.“

Zensuren statt Verbalbeurteilung

Die Beurteilung in Zensuren spiegelt Schülern und Eltern objektiv den Leistungsstand. Auch hier hat der Philologenverband festgestellt, dass die Verbalbeurteilungen von vielen Kindern und Eltern nicht verstanden wird, da sie in der Regel sehr wohlwollend und ermutigend formuliert werden. Das von Fratton entwickelte Lernkonzept widerspricht der Erfahrung jedes guten Lehrers: Gerade schwächere Schüler brauchen eine enge Führung, der Lehrer muss mehr sein als nur ein Lernbegleiter.

Disziplinprobleme zehren an den Kräften der Lehrer und machen den Beruf unattraktiv

„Wir müssen in der Politik uns unserer Verantwortung für die Lehrkräfte bewusst sein.“, fordert Dr. Balzer. Nach Bericht des Philologenverbandes werden von den Lehrkräften praktisch durchgängig massive Disziplinprobleme in den Lerngruppen und während der selbstorganisierten Arbeitszeit beklagt, die ein effektives Lernen teilweise unmöglich machen. Dies behindert den Lernerfolg der Schüler und zehrt an den Lehrkräften. „Wir sind es unseren Lehrern schuldig, dass wir ihnen den Lehrerberuf nicht unnötig erschweren. Im Gegenteil, der Lehrerberuf muss wieder attraktiv werden, damit sich auch in Zukunft junge Leute für diesen Beruf entscheiden.“, fordert Dr. Balzer.


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