Dr. Rainer Balzer und Stefan Räpple: Hochschulen sind für die Landesregierung nur lästiger Kostenfaktor!

Pressemitteilung - Stuttgart, den 06.09.2019

Die Hochschulrektoren Baden-Württembergs schlagen Alarm: Die Hochschulen werden so finanziert wie 1998. Es fehlt die inflationsbedingte Anpassung, die in anderen Bereichen großzügig von der Landesregierung gewährt worden ist. Die Studentenzahlen sind in den letzten 20 Jahren überdurchschnittlich gestiegen – laut Statista von 188 512 im Wintersemester 1998/1999 auf 361 627 Studierende im Wintersemester 2018/2019. Es wird vor allem Geld für die Betreuung der Studierenden und für den Verwaltungsbetrieb benötigt. „Die Landesregierung beweist ihre Inkompetenz, wenn es um die Zukunftssicherung Baden-Württembergs geht. Anstatt in Hochschul-Bildung investiert Grün-Schwarz in Radwege und Fabriken für Elektro-Antriebe“, erklärt der AfD-Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Dr. Rainer Balzer.

Aufschrei der Professoren

Die Rektoren – insbesondere Prof. Dr. Dr. h.c. Bastian Kaiser (Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg), Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Eitel (Universität Heidelberg), Dr. sc. agr. Stephan Dabbert (Universität Hohenheim) und Prof. Dr. Gerhard Schneider (Hochschule Aalen) – bestätigen unumwunden, dass das Land die Hochschulen kaputtspart und brachten dies auch bei einer Landespressekonferenz in Stuttgart deutlich zum Ausdruck. Demnach kommen die Finanzmittel des Bundes nicht an den Universitäten an, während die Studiengänge durch den europäischen Bologna-Prozess wesentlich komplexer geworden sind. „Außerdem müssen die Hochschulen die von der Europäischen Union verordnete Digitalisierung umsetzen“, so Stefan Räpple, hochschulpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion.

AfD unterstützt Forderungen der Hochschulen in vollem Umfang

Der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Eitel, benennt das Dilemma klar und deutlich: Nach seiner Überzeugung ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs in hohem Maße gefährdet, wenn nicht in die Hochschul-Bildung investiert wird. „Konkret fehlt fast eine halbe Milliarde Euro für den Hochschulbetrieb in Forschung und Lehre. Des Weiteren fehlt es an langfristigem Personal, um die Betreuung zu sichern. Es kann nicht sein, dass die Studierenden zu fast zwei Dritteln von befristeten und externen Lehrkräften unterrichtet werden. Die AfD unterstützt eindeutig den Aufruf der Professoren, mehr Gelder für die Hochschulen zur Verfügung zu stellen“, so Stefan Räpple. „Diese Probleme sind seit Langem bekannt. Deshalb benötigen wir mehr Diplom- und Magisterstudiengänge, die Berufsakademien müssen gestärkt werden und die Hochschulen sollen in vielen Bereichen selbst entscheiden können! Mehr Freiheit für die Hochschulen! Die Investition in die Bildung schafft langfristige Werte, damit Baden-Württemberg auch in Zukunft Spitzenreiter sein kann“, so Räpple abschließend. 


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