Carola Wolle zum Zustand des Rettungswesens in Baden-Württemberg: „Herr Strobl – handeln Sie!“

Pressemitteilung - Stuttgart, den 09.04.2019

„Die Hilfsfristen im Rettungsdienst werden weiterhin nicht eingehalten“, kritisiert die AfD-Landtagsabgeordnete Carola Wolle. In steter Regelmäßigkeit sei das Thema Rettungsdienst Gegenstand von Anträgen und Debatten. Und auch die Medien berichteten immer wieder über die offensichtlichen Defizite. „Eine Reform – oder besser: Korrektur – folgt der anderen und – glaubt man der Regierung – alles wird immer besser“, so Wolle. Doch der Tenor der Presseberichte wie auch der Parlamentsanfragen zeige in die eine andere Richtung: „40 Prozent der Bevölkerung in Baden-Württemberg leben, laut einer Recherche des SWR, in Gebieten, die bei Notarzteinsätzen innerhalb der vorgeschriebenen Hilfsfrist nicht erreicht werden.“ Scharfe Kritik äußert Wolle an der Landesregierung: „Während heute in Baden-Württemberg notleidende Patienten vergeblich auf den Rettungswagen warten, beginnt die Landesregierung über eine Reform des Rettungswesens nachzudenken, die frühestens in den nächsten Jahren zu Verbesserungen führen wird. Diese Maßnahmen kommen für viele Betroffene oft zu spät!“

Rettungsdienst ist Bestandteil der medizinischen Grundversorgung

Einen wichtigen Grund für den Missstand sieht Wolle im Personalmangel: „Es fehlt im Rettungswesen an Personal, und das vorhandene Personal ist wegen Überlastung und mäßiger Bezahlung zutiefst frustriert.“ Für Neueinsteiger sei dieser Beruf zunehmend unattraktiv. Die Pläne zur Schließung von Krankenhäusern im ländlichen Raum verschärften die Situation voraussichtlich noch. Schon jetzt haben die Rettungsdienste auf dem Land tendenziell längere Anfahrtswege. „Werden Abteilungen oder gar ganze Kliniken geschlossen, sind die Hilfsfristen dort keinesfalls mehr zu halten“, so Wolle. „Der Rettungsdienst ist Bestandteil der medizinischen Grundversorgung. Die Landesregierung hat sicherzustellen, dass dieser bestmöglich und reibungslos funktioniert. Und das schnellstmöglich und nicht erst in ferner Zukunft.“ An den Landesinnenminister gerichtet fordert Wolle: „Herr Strobl – handeln Sie!“


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