Emil Sänze: Den Wolf in den Pferch gelassen – im Schwarzwald und anderswo

Pressemitteilung - Stuttgart, den 06.05.2018

„Dass der Wolf ein geborenes Raubtier ist und sich als solches bemerkbar macht, kann nur unsere Freunde von den Grünen überraschen“, meint der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Emil Sänze nach dem mutmaßlichen Wolfsangriff auf eine Schafherde in Bad Wildbad. „Die Reaktionen werfen ein Schlaglicht auf deren Mentalität und ihre Verantwortungslosigkeit gegenüber der Gesellschaft. Sie zeigen auch hier gewissermaßen ihre illusionsbeladene ‚Willkommenskultur‘ und sind maximal betroffen, wenn ihr romantischer Wahn Blut kostet. Die Kosten der Illusion tragen stets Andere. Man verherrlicht das gefährliche Wildtier, aber die Schäfer und Züchter verweist man achselzuckend auf Entschädigungen, als seien ihre Tiere nur austauschbare, bedeutungslose Sachen – zumal die Beweislast dann beim geschädigten Eigentümer liegt.“

Grün-schwarze Wolfsfreunderegierung verschwendet Steuergelder für dubiose Gutachten

Bereits Mitte März hatte Sänze an die Landesregierung eine Kleine Anfrage (16/3488) zu Weidezaun- und Herdenschutzhund-Versuchen gestellt – die grüne Abgeordnete B. (*1) hatte wiederholt öffentlich behauptet, aus Fraktionsgeldern der Grünen seien bereits 200 000 Euro für solche Versuche ausgegeben worden. „Es ist Interessantes herausgekommen. Natürlich handelte es sich hier in Wirklichkeit um Geld aus dem regulären Staatshaushaltsplan, das alle Steuerzahler aufbringen müssen, und keineswegs um grüne Almosen. So täuschen diese Herrschaften die Wähler“, resümiert Sänze. Beinahe noch skandalöser sind aber die Folgen der Wolfsansiedelung für die Tierhalter: „Die Regierung will partout den Wolf und tut seine Raubtiernatur als Märchen ab. Wenn aber wegen eines Wolfsangriffs panische Tiere ausbrechen und Unfälle verursachen – dann haftet eben nicht die grün-schwarze Wolfsfreunderegierung, sondern der Halter!“

Regierung fabuliert von einer Bereicherung und lässt die Opfer im Regen stehen

Den Tierhaltern im so genannten Wolfserwartungsland Baden-Württemberg rät die Landesregierung  zu einer entsprechenden Haftpflichtversicherung – die Prämien seien ja zumutbar, und sie spricht sich selber vornehm von jeder Verantwortung frei. (Zitat: „Auf die Versicherungsbedingungen der Haftpflichtversicherer hat das Land keinen Einfluss.“) Purer Zynismus sei das, so Sänze: „Ganz so geht es ja nicht! Die Regierung fabuliert von einer Bereicherung und ignoriert Fakten. Dann waschen sie sich wieder die Hände in Unschuld. Die Tierhalter bleiben mit den Risiken und Folgen des politischen Wolfswahns im Regen stehen. Möchten Sie es verantworten, wollen Sie haften, wollen Sie vor Gericht, wenn der erklärte Liebling der Landesregierung ein Pferd in ein Auto treibt und Menschen sterben? Sehen Sie – ich will es auch nicht, aber es wird so kommen. Und die Landesregierung tut, als ginge sie das nichts an. Der Wolf ist in Europa nicht gefährdet, der Kult um ihn irrational. Sicher hat der Wolf einen Platz in Deutschland. Aber in unserem dicht besiedelten Bundesland gehört er unter das Jagdrecht – alles andere ist unverantwortlich.“ 

 

(*1) Martina Braun MdL (Bündnis 90/Die Grünen)


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