Stefan Herre: „Tierwohl-Label hilft weder Tier noch Verbraucher“

Pressemitteilung - Stuttgart, den 13.02.2019

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat große Ziele. „Für ihre fragwürdige Beschäftigungstherapie namens ‚Tierwohl-Label‘ hat sie nun die Kriterien bekannt gegeben”, erinnert der AfD-Abgeordnete Stefan Herre und verweist auf die Kernaussage Klöckners: „Finanzieren soll diesen Spaß wieder einmal der Verbraucher. So sagte es die Landwirtschaftsministerin unumwunden. Ich habe stets davor gewarnt, dass es am Ende einmal mehr darum geht, dem Bürger noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne dass er einen Mehrwert erhält.”

Freiwillige Maßnahme

Denn das groß propagierte Tierwohllabel ist nicht bindend. Die Teilnahme ist freiwillig. „Statt gesetzliche Regelungen zu schaffen, wird hier monatelang an Kriterien herumgebastelt, die letztendlich niemandem helfen – nur dem Image der umstrittenen Agrarministerin” Herre vermutet, dass das Kennzeichen der CDU-Politikerin, für das bereits Millionen Euro an Steuergeldern hinausgeworfen wurden, nur ein weiteres unter vielen anderen nutzlosen sein wird. Und auch wenn der Bürger in der Theorie bereit sei, für den Tierschutz mehr zu bezahlen, „wird es bei vielen an den finanziellen Möglichkeiten scheitern. Diese Tatsache darf man nicht ignorieren, denn die Wirtschaftlichkeit ist gerade für Familien existenziell.“

Armutszeugnis

Herre spricht sich erneut dafür aus, die Gesetze dort anzupassen, wo Handlungsbedarf besteht. „Anders kann den Tieren nicht geholfen werden, wenn man es denn wirklich will”, ahnt Herre und ist überrascht, dass es Klöckner nach Monaten gelungen ist, ausschließlich für Schweine neue Standards zu erfinden, nicht etwa für all die anderen Nutztiere, die hierzulande gehalten werden. „Ein Armutszeugnis einer völlig überforderten Ministerin, die sich auf oberflächliche Marketingmaßnahmen konzentriert statt auf ihre Kernaufgaben”, so Herre. Er macht jedoch auch deutlich, „dass wir bereits sehr hohe Anforderungen an die Massentierhaltung haben. Noch höhere Standards vernichten Existenzen. Davon profitiert nur die ausländische Konkurrenz und das kann niemand in Deutschland wollen.“


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