Stefan Herre zur Forstwirtschaft: „Der Wald verdient unseren ganzen Schutz“

Pressemitteilung - Stuttgart, den 09.11.2018

„Unsere heutige Gesellschaft stellt hohe Ansprüche an den Wald. So steht es in der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP. Korrekterweise müsste es heißen: ‚Verschiedenste Interessengruppen streiten sich um unser Holz’”, stellte der AfD-Abgeordnete Stefan Herre in seiner gestrigen Rede zur baden-württembergischem Holz- und Forstwirtschaft fest. „Die einen wollen mit dem baden-württembergischen Forst die Natur retten, die anderen das Klima, die Wirtschaft ihre Umsätze und die Landesregierung ihre Hoheit. Ökonomie trifft auf Ökologie, Fakten auf Wunschvorstellungen. Aber das ist unter Grün-Schwarz ja nichts Neues”, fasst Herre das Thema zusammen.

Unstillbarer Hunger der Chinesen

Während die FDP sich Sorgen um die Formulierungen im Koalitionsvertrag machen, haben die Natur, Gerichtsurteile und die Chinesen Tatsachen geschaffen, analysiert der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende. „Es zeigt sich vor allem eines: Der Wald ist zum Politikum geworden. Da passt es natürlich sehr gut, dass Formfehler dafür sorgten, dass die Landesregierung auch weiterhin kräftig an der Holzwirtschaft mitverdienen kann.“ Kostendeckend wolle man nun seine Dienste den Waldbesitzern anbieten. Herre: „Das bedeutet nichts anderes als eine kräftige Erhöhung der Gebühren für Waldbesitzer, wenn sie das Forstpersonal des Landes in Anspruch nehmen – oder nehmen müssen. Manche Gemeinden rechnen gar mit 50 Prozent mehr Ausgaben für die gleiche Leistung.“

Ein Stück Lebensqualität

Bis 2020 sollen zehn Prozent der Waldfläche in Baden-Württemberg unberührt sein und bleiben. Stefan Herre warnt vor den Folgen: „So schön das für Menschen, Bäume und Tiere auch ist, hat es einen erheblichen Nachteil: Unbewirtschaftete Waldflächen werfen logischerweise kaum zu verarbeitendes Holz ab, das sich gewinnbringend vertreiben ließe.“ Und dann sind da noch die Chinesen, die einen beinahe unstillbaren Hunger nach Holz haben, wie Herre zu bedenken gibt: „Kanada und einige andere Länder haben die Ausfuhr nach China bereits eingeschränkt oder gar gestoppt. Der Wald, vor allem in unserem schönen Bundesland, ist mehr als nur eine Ansammlung von Bäumen. Für viele Menschen ist er ein Stück Lebensqualität und Heimat und verdient unseren ganzen Schutz!“


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